Verzögerungen von einem Jahr beim Ausbau der Netze lassen viele Winräder wie diese in Parnaíba im Bundesstaat Piauí still stehen / Wiki Commons Foto: Delaflut
    Verzögerungen von einem Jahr beim Ausbau der Netze lassen viele Winräder wie diese in Parnaíba im Bundesstaat Piauí still stehen / Wiki Commons Foto: Delaflut

Verzögerungen von einem Jahr beim Ausbau der Netze lassen viele Winräder wie diese in Parnaíba im Bundesstaat Piauí still stehen / Wiki Commons Foto: Delaflut    Verzögerungen von einem Jahr beim Ausbau der Netze lassen viele Winräder wie diese in Parnaíba im Bundesstaat Piauí still stehen / Wiki Commons Foto: Delaflut

Verzögerungen von einem Jahr beim Ausbau der Netze lassen viele Winräder wie diese in Parnaíba im Bundesstaat Piauí still stehen / Wiki Commons Foto: Delaflut

Durch die Verzögerung beim Bau von Überlandstromleitungen muss die Inbetriebnahme von Windparks dieses Jahr abermals verschoben werden. Wie die Brasilianische Gesellschaft für Windenergie (Associação Brasileira de Energia Eólica, kurz: Abeeólica) jetzt bekannt gab, treten bei rund 70 Prozent der Stromtrassen Verspätungen bei der Fertigstellung von 15 Monaten durchschnittlich auf.

Durch die Verzögerungen bleiben so 1,1 GW aus neugeschaffenen Windenergieanlagen für 2013 ungenutzt. Der Bau langer Trassen benötigte um ein bis eineinhalb Jahre länger als die Windräder zu installieren. Laut Elbia Melo, dem Präsidenten der Abeeólica, gehen die Verspätungen auf Planungsfehler im Jahr 2009 zurück, als die ersten Ausschreibungen für die Windparks und Stromtrassen stattfanden. Man habe sich vor allem an Bauplanungen aus dem Ausland orientiert, so Elbia Melo weiter. Doch in Brasilien habe es dann beispielsweise Probleme mit Genehmigungen gegeben.

Der nun forcierte Stillstand der Anlagen hat einen wirtschaftlichen Verlust von rund 600 Millionen Reais (etwa 225 Millionen Euro) zu Folge. Bereits im Jahr 2012 war es aus dem gleichen Grund zu reichlich Verzögerungen gekommen. Damals blieben ganze 622 MW monatelang ungenutzt und verursachten einen finanziellen Schaden von 300 Millionen Reais (rund 112 Millionen Euro). Um weiteren Verlusten gegenzuwirken, nehmen viele Energieunternehmen den Anschluss an das Versorgungsnetz nun selbst in die Hand. Die Firma Bioenergy im nördlichen Bundesstaat Maranhão beispielsweise wird selbst 110 Millionen Reais (ca. 41 Millionen Euro) investieren, um ihre 13 Windkrafträder an das Netz anzuschließen. (ms)