In einem Shopping-Center in Rio de Janeiro. Der hohe Konsum außer Haus führen zu immer vollen Bars und trugen maßgeblich zur Inflation bei / Copyright Wikimedia Commons. Foto: Eduardo P.

In einem Shopping-Center in Rio de Janeiro. Der hohe Konsum außer Haus führen zu immer vollen Bars und trugen maßgeblich zur Inflation bei / Copyright Wikimedia Commons. Foto: Eduardo P.

In einem Shopping-Center in Rio de Janeiro. Der hohe Konsum außer Haus führen zu immer vollen Bars und trugen 2012 maßgeblich zur Inflation bei / Copyright Wikimedia Commons. Foto: Eduardo P.

Im Dezember 2012 ist die Inflation in Brasilien noch einmal angestiegen und schloss zu Jahresende mit 5,84 Prozent, wie das brasilianische Statistische Bundesamt (Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística, kurz: IBGE) am Donnerstag (10.01.) die neuen Zahlen bekannt gab. Dies entspricht zwar einer Verringerung um einen Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Doch fiel die Inflation immer noch höher aus als erwartet, was aber auf die verbesserte wirtschaftliche Lage zurückzuführen ist

Der Preisanstieg im vergangenen Jahr ging inbesondere auf die Verteuerung von Lebensmitteln als auch auf sogenannte persönliche Ausgaben zurück, wie es das IBGE bezeichnet. Damit sind vor allem Hausangestellte gemeint. Durch die positive wirtschaftliche Entwicklung des Landes sank die Zahl der Hausangestellten, während der Bedarf nach ihnen stieg. Dieser Trend ging auf die generell steigende Nachfrage nach Dienstleistungskräften zurück, worauf gemeinhin Lohnanstiege folgten (BrasilNews berichtete, 27.12.2012). In Zuge dessen wechselten viele Hausangestellte in andere Arbeitssegmente. Dies trieb auch ihre Löhne hoch und die Ausgaben für Hausangestellte stiegen um 12,73 Prozent, was einem Anteil von 0,45 Prozentpunkten an der Inflation entspricht.

Mit einen Preisanstieg um 9,86 Prozent verzeichneten die Lebensmittel und Getränke die höchste Teuerung. Laut Bericht des IBGE trugen sie mit 2,37 Prozentpunkten zu 39 Prozent der Inflation bei. Vor allem der Kosum außer Haus habe die Preise nach oben getrieben. Die Leute hatten mehr Geld in der Tasche und gaben dies für Restaurants und Bars aus.

Im Gegensatz dazu verringerten sich die Kosten im Bereich der industriell gefertigten Produkte. Dazu hatte die Verringerung von Steuern in diesem Segment geführt. Neuwagen waren um durchschnittlich 10,68 Prozent günstiger als im Vorjahr. Im Vergleich zu den brasilianischen Nachbarn sind sie  jedoch noch immer verhältnismäßig teuer. Im kommenden Jahr soll die Inflation unter fünf Prozent bleiben. (ms)