Die gerechte Verteilung von Lebensmitteln soll in den Mittelpunkt rücken / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Feed My Starving Children
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Die brasilianische Regierung erhielt gestern (16.06.) von der Organisation für Nahrung und Landwirtschaft (Food and Agriculture Organization, kurz: FAO) der Vereinten Nationen eine Auszeichnung. Neben 37 weiteren Ländern hat es Brasilien geschafft, noch vor Ablauf der Frist im Jahr 2015 den Hunger im eigenen Land zu halbieren. Dies war eines der Entwicklungsziele die Anfang des neuen Jahrtausends durch die Vereinten Nationen gesetzt wurden. Die Ehrung fand in Rom unter Anteilnahme vieler Staatschefs und Regierungsvertretern statt.

Gemessen wurde die Entwicklung daran, wie viele Personen zwischen 1990 – 1992 und zwischen 2010 – 2012 in den einzelnen Ländern unter Hunger zu leiden hatten. Unter den Ländern, die das Ziel ebenfalls erreicht hatten, befinden sich unter anderem Armenien, Bangladesch, Kambodscha, Kuba, Niger und Togo.

Der Präsident der FAO, José Graziano, lobte die Bemühungen der Länder und die Anstrengungen einzelner Regionen, um der Bevölkerung den Zugang zu Lebensmitteln zu ermöglichen. Graziano erklärte, dass dies ein vorbildliches Beispiel dafür sei, dass politischer Zusammenhalt von Regierungen und der Wille einer Gesellschaft, den Hunger zu bekämpfen, das Leben vieler Menschen positiv verändern kann. Die Länder dürften sich jetzt jedoch nicht auf ihren Lorbeeren ausruhen, sondern sollten ihre Anstrengungen fortführen, um im besten Fall das Hungerproblem komplett zu beseitigen. Es sei an der Zeit, die Kapazitäten der Länder zu nutzen, um dem Hunger erstmalig in der Geschichte vollkommen die Stirn zu bieten. (sg)