Der Arbeiterverband CUT und andere Gewerkschaften planen für den Tag der Arbeit ein vielfältiges Programm / Copyright: CUT
Der Arbeiterverband CUT und andere Gewerkschaften planen für den Tag der Arbeit ein vielfältiges Programm / Copyright: CUT

Der Arbeiterverband CUT und andere Gewerkschaften planen für den Tag der Arbeit ein vielfältiges Programm / Copyright: CUT

Der brasilianische Arbeiterverband CUT (Central Única dos Trabalhadores) organisierte gestern (28.04.) eine Radtour durch São Paulo, die auf Probleme der städtischen Mobilität in großen Städten aufmerksam machen sollte sowie auf die hohen Fahrtkosten der öffentlichen Verkehrsmittel. Die Aktion ist Teil des Programms für den kommenden Tag der Arbeit. Laut des CUT würde dieses Jahr unter dem Zeichen wirtschaftlicher und nachhaltiger Entwicklung stehen.

Für den Tag der Arbeit plant der Verband außerdem ein Fest im Zentrum São Paulos, im Viertel Vale do Anhangabaú, bei dem politische Aktionen sowie Konzerte stattfinden werden. Laut Angaben des Verbandes für Verkehrstechnik CET (Companhia de Engenharia de Tráfego) würde man mit der Anwesenheit von 30.000 Menschen rechnen.

Auch andere Arbeiterorganisationen (Força Sindical, Central dos Trabalhadores do Brasil, União Geral de Trabalhadores und Nova Central Sindical de Trabalhadores) planen zusammen für den Feiertag verschiedene Veranstaltungen. So finden im Norden der Stadt Konzerte und politische Reden statt, bei denen 300.000 Menschen erwartet werden. Hierbei stehen auf der Tagesordnung Fragen zur 40-Stunden-Arbeitswoche ohne Reduzierung der Gehälter, die Agrarreform, Chancengleichheit zwischen Mann und Frau, die Rentenpolitik sowie der Einsatz von zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts für die Bildung. Des Weiteren wird der 70. Jahrestag der Wirksamkeit der Arbeiterrechte CLT (Consolidação das Leis do Trabalho) gefeiert.

Die Gewerkschaftsverbände Central Sindical e Popular Conlutas und der Intersindical wollen am Platz Praça da Sé im Zentrum der Stadt 1.000 Menschen versammeln. Als Thema der Bewegung seien die Aufhebung der Sozialhilfe-Reform von 2003 und der Kampf für flexible Arbeiterrechte angedacht. (ds)