Die Nachfrage an brasilianischen Flughäfen wird in den nächsten Jahren immer weiter steigen / Copyright: Agência Brasil
Die Nachfrage an brasilianischen Flughäfen wird in den nächsten Jahren immer weiter steigen / Copyright: Agência Brasil

Die Nachfrage an brasilianischen Flughäfen wird in den nächsten Jahren immer weiter steigen / Copyright: Agência Brasil

Laut einer Studie der Getulio Vargas-Stiftung wird die Nachfrage an brasilianischen Flughäfen bis 2030 enorm ansteigen, auf 312 Millionen Flüge pro Jahr. Um dieser hohen Nachfrage gerecht zu werden, müssen in den nächsten Jahren zwischen 25 und 34 Milliarden Reais (ca. 9,4 bis 12,8 Milliarden Euro) in die Flughäfen investiert werden. Derzeit lägen die Angebote der 20 größten Flughäfen Brasiliens bei 130 Millionen Passagieren jährlich.

Die Studie berücksichtigt die starke Wachstumsrate des Sektors, denn seit 2004 stiegen die Passagierzahlen stetig an. Zu begründen sei diese Entwicklung mit den höheren Einkommen der brasilianischen Bevölkerung, mit einem besseren Kreditangebot sowie mit der Reduzierung der Flugpreise, kommentierte Gesner Oliveira, Koordinator der Wirtschaftsgruppe für Infrastruktur und Umweltlösungsansätze der Stiftung. Der Anstieg an Flugpassagieren sei allerdings nicht mit einem Ausbau der Infrastruktur einhergegangen. Pro Stunde würden durchschnittlich 38 Starts und Landungen in Brasilien vonstattengehen, was nur 43 Prozent des internationalen Durchschnittswertes ausmache.

Um in Zukunft besser auf die erhöhte Nachfrage eingehen zu können, sei es nötig, ein neues Konzessionsmodell anzuwenden, das die Konkurrenz im Sektor aufrechterhält. Als Beispiel führte das Institut zwei Privatisierungsmodelle an: das des Vereinigten Königreiches und das von Australien. Oliveira sprach sich für ein ähnliches Modell wie in Australien aus. Bei den nächsten Konzessionen sollten auch Gruppen, die bereits andere Terminals verwalten, sich an weiteren Terminals beteiligen können, um die Konkurrenz anzukurbeln. In Australien könnten die Unternehmen sich mit maximal 15 Prozent des Kapitals an einer anderen Konzession beteiligen. (ds)