Für brasilianische Verbraucher positiv: Die Aussicht auf eine Reduktion der Preissteigerungen / Copyright: Wikimedia, Creative Commons, Eduardo P.

Für brasilianische Verbraucher positiv: Die Aussicht auf eine Reduktion der Preissteigerungen / Copyright: Wikimedia, Creative Commons, Eduardo P.

Eine Reihe von Analysten haben erneut die Wachstumsprognosen für Brasilien leicht abgesenkt. Dabei handelt es sich nicht um eine gravierende Korrektur der bisherigen Wachstumsschätzung der Regierung von rund 3,23 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für 2012. Die Korrektur bewirkt lediglich eine Änderung von 3,23 auf 3,2 Prozent erwartetes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts in 2012. Auch wenn die Veränderung in den Zahlen gering scheinen mag, die erneute Korrektur sagt etwas darüber aus, wie die Erwartung der Finanz- und Wirtschaftsbranche für die diesjährige Entwicklung der Geschäfte aussieht. So gehen diese Korrekturen der Wachstumsziele auch nicht von Analysen der Regierung aus, sondern basieren auf einer Einschätzung des Marktes durch Finanzinvestoren.

Positiv für die brasilianischen Verbraucher ist, dass auch mit einer leichten Reduktion der Preissteigerung gerechnet wird. So gehen die Analysten von einer jährlichen Preissteigerung von 5,27 Prozent für  2012 aus. Diese lag letzte Woche noch bei 5,28 Prozent.

Bei den gestern (02.04.) präsentierten aktuellen Zahlen des Verbraucherpreisindexes (Índice de Preços ao Consumidor, kurz: IPC) zeigt sich momentan hingegen ein anderes Bild. In allen Bereichen des zur Berechnung der Preissteigerung verwendeten Warenkorbs gab es Preissteigerungen. Vor allem bei den Lebensmitteln stiegen die Verbraucherpreise im letzten Monat überproportional. So dürfte die Erwartung, dass das wirtschaftliche Wachstum sich abflacht zumindest den positiven Effekt für die brasilianischen Verbraucher haben, dass die Preissteigerungen moderater ausfallen. (mas)