Vor zwei Jahren wurde die Kommission gegründet / Copyright: Agência Brasil
Vor zwei Jahren wurde die Kommission gegründet / Copyright: Agência Brasil

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Bis zum Ende des kommenden Jahres soll die brasilianische Wahrheitskommission die Untersuchungen zu den während der Militärdiktatur begangenen Verbrechen abschließen. Die Präsidentin des Landes, Dilma Rousseff, hat in dieser Woche die Frist um ein weiteres halbes Jahr verlängert.

Ursprünglich sollten die Ergebnisse der Kommission bereits im Mai nächsten Jahres vorliegen. Aufgrund des Umfangs der auszuarbeitenden Daten gewährt die Regierung jedoch nun eine verlängerte Bearbeitungszeit von sechs Monaten. Bereits seit Anfang dieses Jahres hatte die Nationale Wahrheitskommission (Comissão Nacional da Verdade, kurz: CNV) einen Verlängerungsantrag gestellt. Um eine gründliche Aufarbeitung zu gewährleisten sei eine Verlängerung unumgänglich, hieß es in dem Antrag. Unterstützt wurde die Kommission von studentischen Bewegungen, Komitees für Erinnerung und Justiz (Comitês de Memória e Justiça) und Menschenrechtsgruppierungen.

Am 16. Dezember 2014 soll die Kommission schließlich Ergebnisse und Fakten vorstellen, sowie Empfehlungen aussprechen, wie in den einzelnen Verbrechen verfahren werden soll. Nach zweijähriger Bearbeitungszeit wird die Kommission dann ihre Arbeit beenden.

Die Wahrheitskommission wurde gegründet, um Menschenrechtsverletzungen aufzuklären, die während der Militärdiktatur Brasiliens in den Jahren zwischen 1946 und 1988 begangen worden waren. Informationen erhielt die Kommission unter anderem durch die Spezialkommission für politische Morde und verschwundene Personen (Comissão Especial sobre Mortos e Desaparecidos Políticos) und durch die Kommission für Amnestie (Comissão de Anistia). (sg)