Die Sendeanlagen sollen zukünftig noch effizienter genutzt und von den Telefonanbietern geteilt werden / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Michael Harjes
Die ausbleibenden Regenfälle können sich auf die Stromversorgung in Brasilien längerfristig auswirken / Copyright: Agência Brasil

Die ausbleibenden Regenfälle können sich auf die Stromversorgung in Brasilien längerfristig auswirken / Copyright: Agência Brasil

Die ausbleibenden Regenfälle in Brasilien, die die nahegelegenen Wasserreservate nicht mehr versorgen, können sich auf die Strompreise der Konsumenten auswirken. Ziel der brasilianischen Regierung war es, die Preise dieses Jahr zu senken, was wahrscheinlich nicht mehr gewährleistet werden kann.

„Die Reduzierung der Strompreise um 16 Prozent, die die Präsidentin Dilma Rousseff vorgesehen hat, kann dieses Jahr eventuell nicht erfüllt werden. Wann es letztendlich dazu kommt, hängt von den Bemühungen der Regierung ab“, so der Direktor des Instituts Alberto Luiz Coimbra für postgraduale Studien und Fortschung, Luiz Pinguelli Rosa. Derzeit installiere die Regierung Wärmekraftwerke mit hohen Kosten, um das Stromnetzwerk in Brasilien sicherer zu machen, damit Stromausfällen entgegengewirkt werden kann, womit Brasilien in der Vergangenheit öfter zu kämpfen hatte. Allerdings hätten diese neuen Ausgaben auch Auswirkungen auf die Konsumenten.

Laut Pinguelli würde sich das Land derzeit in einer grenzwertigen Situation befinden, da alles von den klimatischen Bedingungen abhänge. Die Regierung reagiere so gut wie möglich darauf, denn Kernkraftwerke und Windparks seien ebenso in Betrieb. „Alles ist von den Regenfällen abhängig, die zurzeit verspätet sind oder es regnet an den falschen Orten, außerhalb der Reservate.“ Sollten sich die Regenfälle wieder einpendeln, gäbe es auch die Möglichkeit, dass sich die Situation normalisiere. Wenn nicht, kann dies zu Problemen im gesamten Verlauf des neuen Jahres führen. (ds)