Wenn nicht bald Regen fällt, sieht es für die Ernt im Nordosten schlecht aus / Copyright: Wikimedia Creative Commons
Wenn nicht bald Regen fällt, sieht es für die Ernt im Nordosten schlecht aus / Copyright: Wikimedia Creative Commons

Wenn nicht bald Regen fällt, sieht es für die Ernte im Nordosten schlecht aus / Copyright: Wikimedia Creative Commons

Die Reserven der Wasserwerke in Brasiliens Nordosten erreichten Ende des Jahres 2012 einen kritischen Zustand. Sie unterschritten die Sicherheitsmenge, die notwendig ist, um die Versorgung der Region zu gewährleisten.

Nach Informationen des Nationalen Anbieters für elektrische Systeme (Operador Nacional do Sistema Elétrico, kurz: ONS) waren die Wasserspeicher Ende Dezember lediglich mit 32,2 Prozent Wasser befüllt. Die kritische Untergrenze liegt bei 34 Prozent. Im Süden und im zentralen Osten des Landes sieht die Lage nicht viel besser aus. Dort waren nach Angaben des ONS nur noch 28,8 Prozent der Speicher mit Wasser befüllt. Der kritische Punkt liegt in diesen Regionen bei 28 Prozent.

Trotz der heiklen Situation, vor allem im Nordosten, hat die ONS die Untergrenze für das Jahr 2013 nach oben verschoben, sodass die angegebenen Werte nicht länger negativ sind. Die Situation für die Menschen und die Unternehmen der Region bleibt jedoch weiterhin kritisch. Eine Verbesserung bringt diese Neuberechnung also nicht mit sich. Trotz alledem währte die Präsidentin Dilma Rousseff ab, dass es zu Versorgungsengpässen und zu Wasserrationierungen kommen werde. Sie verlasse sich auf die Maßnahmen des ONS. Dieser plant derweil, Wasser aus den Speichern der wasserreicheren Regionen des Landes in den Nordosten zu transportieren.

Auch die Stromversorgung wird im Nordosten knapp, denn die Wasserwerke verfügen nicht mehr über genügend Wasser zur Produktion. Der ONS will auch hier Strom aus reicheren Regionen umleiten. Gleichzeitig werde die diesjährige  Zusammenarbeit mit uruguayischen Wasserwerken dafür sorgen, dass mehr Strom in den Nordosten gelangt. (sg)