Der Tabakmarkt in Brasilien ist groß / Copyright: Wikimedia Creative Commons, AlMare
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Beachtliche Mengen seines Einkommens gibt ein brasilianischer Durchschnittsbürger für den Tabakkonsum aus. Dies bestätigt eine Studie des Brasilianischen Instituts für Wirtschaft (Instituto Brasileiro de Economia, kurz: Ibre) der Getúlio-Vargas-Stiftung (Fundação GetulioVargas , kurz: FGV). André Braz, Ökonom der FGV, erklärte, dass ein Großteil der Brasilianer circa doppelt so viel Geld für den Kauf von Tabakwaren als für den Konsum der Grundnahrungsmittel Reis und Bohnen ausgebe. 1,2 Prozent des Gehalts entrichte der durchschnittliche Brasilianer für Tabak, rund 0,6 Prozent für Reis und Bohnen.

Das marktführende Tabakunternehmen Brasiliens, Souza Cruz, bestätigte die Beobachtungen des Ibre und gab an im Jahr 2012 mit 76,6 Prozent den höchsten Marktanteil seiner Geschichte gemessen zu haben. Der Konzern konnte im vorigen Jahr einen Gewinn von 2,37 Milliarden Reais (rund 848 Millionen Euro) erwirtschaften und somit einen Anstieg von neun Prozent im Vergleich zum Jahr 2011 verzeichnen.

Trotz des Trends, dass immer weniger Brasilianer rauchen, bleiben die Ausgaben für die Tabakprodukte insgesamt stabil. Dies liegt vor allem an der Preissteigerung der Produkte in den vergangenen Jahren aufgrund einer Erhöhung der Steuern durch die Regierung. Die Regierung Rousseff hatte die Steuern für Zigaretten in den letzten Jahren erhöht, um den Tabakkonsum allgemein einzudämmen. Ein drastischer Einbruch des Konsums durch diese Maßnahme war jedoch ausgeblieben. (sg)