Laut Empfehlung von US-amerikanischen Spezialisten solle Brasilien das Volk in Bauprojekte mit einbeziehen / Copyright: Agência Brasil
Formelle Arbeitsplätze bedeuten für die Brasilianer auch soziale Absicherung / Copyright: Agência Brasil

Formelle Arbeitsplätze bedeuten für die Brasilianer auch soziale Absicherung / Copyright: Agência Brasil

In Brasilien wurden im Jahr 2012 im Vergleich zum Jahr zuvor nur halb so viele neue formelle Arbeitsplätze geschaffen worden. Rund 1,1 Millionen neue Jobs wurden 2012 geschaffen, während es 2011 noch 2,2 Millionen waren. Die Daten veröffentlichte das Ministerium für Arbeit und Beschäftigung (Minitério de Trabalho e Emprego) im Rahmen des Jährlichen Sozialen Informationsverzeichnis (Relação Anual de Informações Sociais, kurz: Rais) am Wochenende.

Nichtsdestotrotz konnte 2012 ein Zuwachs der offiziell angemeldeten Arbeitsstellen von 3,46 Prozent verzeichnet werden. Im öffentlichen Dienst wurden hingegen rund 152.000 Stellen gestrichen, was einen Rückgang von 1,76 Prozent bedeutet.

Für Experten ist diese Entwicklung auf die geringere wirtschaftliche Dynamik des Landes zurückzuführen, die seit 2011 zu beobachten und teilweise durch die weltweite Finanzkrise motiviert ist. Der zwar schwache Rückgang der Wirtschaftsleistung Brasiliens schlug sich demnach direkt in der Situation des Arbeitsmarktes nieder. Dennoch wurde im Jahr 2012 mit 5,5 Prozent die niedrigste Arbeitslosenquote seit 2002 gemessen werden. Dies ergab eine Studie des Brasilianischen Instituts für Geografie und Statistik (Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística, kurz: IBGE).

Die Studie ergab außerdem, dass prozentual mehr Arbeitsplätze geschaffen wurden, als das Bruttoinlandsprodukt (kurz: BIP) angestiegen ist. Demnach gab es einen Zuwachs an Arbeitsplätzen von 2,48 Prozent, wohingegen das BIP lediglich um 0,9 Prozent angestiegen war. Damit setzt sich die Entwicklung aus den Vorjahren fort: Auch im Jahr 2011 war der Zuwachs an offiziellen Arbeitsplätzen mit 5,09 Prozent höher als die Zunahme des BIP mit 2,7 Prozent. (sg)