Im ersten Quartal diesen Jahres wurden deutlich weniger Insolvenzanträge ausgefüllt / Copyright: Wikimedia Commons
Im ersten Quartal diesen Jahres wurden deutlich weniger Insolvenzanträge ausgefüllt / Copyright: Wikimedia Commons

Im ersten Quartal diesen Jahres wurden deutlich weniger Insolvenzanträge ausgefüllt / Copyright: Wikimedia Commons

Nach Aussage von Serasa Experian (Unternehmen für Analyse und Informationen im Handel und Kreditbereich) trägt der vor kurzem von der brasilianischen Regierung gesenkte Leitzins bereits zu einem Rückgang der Nachfrage nach Insolvenzanträgen bei. Viele Unternehmen würden die niedrigen Zinsen nutzen, um Schulden an ihre Kreditgeber zurück zu zahlen. Außerdem sind nach Ansicht von Serasa Experian zwei wichtige Feiertage mitverantwortlich für die Abnahme der Insolvenzanträge im ersten Quartal diesen Jahres: der Muttertag, der in Brasilien nach Weihnachten der absatzstärkste Tag des Jahres ist und der Tag der Verliebten im Juni (dia dos namorados). In vielen Branchen wird die Produktion extra für diese beiden Tage hoch gefahren.

Serasa Experian geht davon aus, dass auch in der zweiten Hälfte des Jahres mit einem Rückgang der Insolvenzanmeldungen der Unternehmen zur rechnen sei, da mit einem weiteren wirtschaftlichen Aufschwung gerechnet werden könne.

Die Anzahl an Insolvenzanträgen im Jahr 2011 konnte bislang jedoch noch nicht unterschritten werden. 165 Anträge im April 2012 stehen 133 registrierte Insolvenzfälle im April des Vorjahres gegenüber. Insgesamt überstiegen die Insolvenzanmeldungen in den ersten vier Monaten diesen Jahres die Anzahl der Anträge im letzten Jahr: 2011 wurden 570 Fälle registriert, während 2012 614 Insolvenzen angemeldet wurden.

Von insgesamt 165 Anträgen auf Insolvenz im April 2012 wurden 89 von Mikrounternehmen und kleinen Unternehmen eingereicht, 51 von mittelständischen und 25 von großen Unternehmen. (sg)