In der Bauindustrie sieht Manoel Dias die größten Chancen für neue Arbeitsplätze / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Andrevruas
In der Bauindustrie sieht Manoel Dias die größten Chancen für neue Arbeitsplätze / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Andrevruas

In der Bauindustrie sieht Manoel Dias die größten Chancen für neue Arbeitsplätze / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Andrevruas

Der brasilianische Arbeitsminister, Manoel Dias, korrigierte gestern (23.07.) das Ziel für die Anzahl neu geschaffener formeller Arbeitsplätze nach unten. Anfang des Jahres lag die Prognose der Regierung bei 1,7 Millionen neuen Anstellungen für das Jahr 2013. Dias gab nun bekannt, dass 1,4 Millionen neue Arbeitsplätze ein realistischeres Ziel seien. Die aktuelle Lage der Wirtschaft und des Arbeitsmarktes erlaube keine positivere Prognose.

Dias erklärte außerdem, dass die Beschaffenheit der wirtschaftlichen Faktoren, die letztlich zur Schaffung von Arbeitsstellen nötig seien, nicht vorauszusehen sei. Von einer Arbeitsmarktkrise, wie sie in anderen Länder bereits herrsche, sei Brasilien jedoch weit entfernt. Allerdings müsse man wachsam sein und die Lage weiterhin realistisch einschätzen und eben nötigenfalls Prognosen korrigieren.

Die größten Chancen für neue Arbeitsplätze sieht der Minister im Bereich von großen Bauvorhaben aufgrund von Investitionen in Brasiliens Infrastruktur. In den kommenden Jahren würden Staat und private Großkonzerne vor allem in den Ausbau von Häfen, Flughäfen, Straßen und Schienennetzen investieren.

Insgesamt habe die Regierung Rousseffs eine positive Entwicklung bei der Schaffung neuer Arbeitsplätze aufzuweisen. In den Jahren der Amtszeit Dilmas, zwischen 2011 und kommendem Juni im Jahr 2014 werden vier Millionen neue offizielle Arbeitsstellen eingerichtet worden sein. Mit Hinblick auf die schlechte weltwirtschaftliche Lage sei dies ein großartiges Ergebnis, findet Dias.

Über den brasilianischen Arbeitsmarkt referierte Manoel Dias in der letzten Woche bei einem Treffen der Arbeitsminister der G20-Staaten in Moskau. (sg)