Präsidentin Dilma Rousseff vor der UN-Vollversammlung. / Copyright: Agência Brasil Präsidentin Dilma Rousseff am Sonntag 27.09. vor der UN-Vollversammlung. /Copyright: Agência Brasil

Brasilien will seinen Klimaschutzzielen näher kommen und hat große Schritte angekündigt. Dazu soll der Ausstoß der Treibhausgase des Landes drastisch reduziert werden. Die Regierung will die Menge der Treibhausgase so bis 2025 um 37 Prozent senken auf Basis der Menge von 2005, wie Präsidentin Dilma Rousseff am Sonntag (27.09.) vor der UN-Vollversammlung in New York ankündigte. Dort wollen die UN-Mitgliedsländer diese Woche die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung verabschieden.

Wie die Zeitung Valor Econômico berichtet, bekräftigte Rousseff vor der Generalversammlung, dass die Klima-Bestrebungen Brasiliens zukünftig die Agenda des Landes prägen werden. „Brasilien ist eines der wenigen Schwellenländer, das sich bei der Reduzierung von Emissionen zu festen Zahlen bekennt“, so die Präsidentin. Ein Beitrag für die Klimakonferenz im kommenden Dezember in Paris könne zudem sein, dass Brasilien seine Treibhausgase bis 2030 sogar um 43 Prozent seit 2005 senke.

Um diese Ziele zu erreichen, will Brasilien den Mix seiner regenerativen Energiequellen weiter ausbauen, derzeit schon einer der saubersten weltweit. Zukünftig soll der Anteil der regenerativen Energien bei der Stromerzeugung um 23 Prozent steigen. Die Berechnung schließt Wasserkraft explizit aus und umfasst Solar- und Windkraft sowie Biomasse und Ethanol.

Weitere Einsparressourcen werden in der Landwirtschaft gesehen. „Wir investieren in eine Landwirtschaft mit geringem Kohlenstoffausstoß und haben die Regenwaldabholzung um 82 Prozent reduziert“, so Rousseff bei ihrer Rede. (ms)

Quelle: Valor Econômico