Bis 2019 will Brasilien seine installierte Windkraftleistung auf 18 GW erhöhen. / Copyright: Wikimedia Commons, Wagner Christian

Brasilien könnte im kommenden Jahr auf den zweiten oder dritten Platz im Ranking der Länder aufsteigen, die am meisten in Windenergie investieren. Zudem steht der sechste Platz weltweit in Aussicht, was die installierte Leistung angeht. Davon geht zumindest der Präsident des brasilianischen Verbands für Windenergie, Elbia Silva Gannoum, aus. Auf dem 12. Nationalen Treffen der Geschäftsführer des elektrischen Sektors (Enase) in Rio de Janeiro präsentierte Gannoum seine Vorhersagen dem brasilianischen Energieminister Eduardo Braga.

Im vergangenen Jahr lag das südamerikanische Land auf dem vierten Platz im Ranking, welches Land seine Kapazitäten in der Windenergie am stärksten ausgebaut hat. So installierte Brasilien 2014 2,5 Gigawatt (GW) an Windenergie. Nur China, die USA und Deutschland kamen auf bessere Ergebnisse.

Aktuell sind im Land 262 Windkraftanlagen in Betrieb mit einer Gesamtkapazität von 6,56 GW. Dies reicht aus, um eine Stadt wie Sao Paulo ausschließlich mit der sauberen Energie zu versorgen. Gannoum geht davon aus, dass bis Ende dieses Jahres die Gesamtkapazität auf zehn GW ansteigen wird. Bis 2019 sollen es dann 18 GW werden.

Allerdings dürfe das Land nicht aufhören in thermische Kraftanlagen zu investieren, da diese für die Sicherheit des Versorgungssystems sorgen würden. „Brasiliens Energiematrix, mit dem aktuellen Anteil an Wasserkraft und dem tendenziell steigenden Anteil an erneuerbaren Energien, vor allem getrieben von der Windkraft, und mit einem geringen Anteil thermischer Kraftwerke, wird für die Sicherheit des brasilianischen Systems garantieren.“ (ls)

Quelle: Agência Brasil