Das diesjährige Treffen der BRICS-Staaten fand im Vorfeld der G-20 Konferenz ebenfalls in Mexiko statt / Copyright: Agência Brasil
Das diesjährige Treffen der BRICS-Staaten fand im Vorfeld der G-20 Konferenz ebenfalls in Mexiko statt / Copyright: Agência Brasil

Das diesjährige Treffen der BRICS-Staaten fand im Vorfeld der G-20 Konferenz ebenfalls in Mexiko statt / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff und Brasiliens Finanzminister Guido Mantega gaben gestern bekannt, dass Brasilien und die anderen BRICS-Staaten (Russland, Indien, China, Südafrika) bereit seien, mehr finanzielle Mittel für den Internationalen Währungsfond (IWF) zur Verfügung zu stellen. Guido Mantega gab dies gestern bei einer vorbereitenden Konferenz zum G-20 Treffen, welches heute in Mexiko statt findet, bekannt.

Die BRICS-Staaten seien zu einem höheren Beitrag bereit, wenn einige Konditionen erfüllt würden, so Mantega. Die Schwellenländer fordern unter anderem, dass ihr bereit gestelltes Geld lediglich für Länder ausgegeben werde, die in der Krise stecken und auch erst dann, wenn das momentan verfügbare Geld des IWF aufgebraucht sei. Eine weitere Forderung der BRICS-Staaten ist, dass ihnen mehr Macht innerhalb des IWF zugesprochen wird. Bis zum Oktober diesen Jahres soll über die neuen Konditionen der Schwellenländern entschieden werden. Mantega geht allerdings davon aus, dass es bei den europäischen Ländern aufgrund der Krise zu einer Verspätung der Entscheidung kommen werde. Von den geforderten Konditionen wollen die BRICS-Staaten deswegen aber nicht abweichen.

Der Finanzminister gab außerdem bekannt, dass die BRICS-Staaten einen Mechanismus zur gegenseitigen finanziellen Unterstützung bilden wollen. Die Gruppe wolle einen gemeinsamen Fond gründen, auf den in Notfällen zurück gegriffen werden könne. Darüber hinaus legten die Schwellenländer ein Abkommen fest, dass einen sogenannten swap vorsieht. Dabei werden an einem festgelegten zukünftigen Zeitpunkt vertraglich definierte Zahlungsströme zwischen Vertragspartnern ausgetauscht. (sg)