Der brasilianische Außenminister Antonio Patriota / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Außenminister Antonio Patriota / Copyright: Agência Brasil

Der brasilianische Außenminister Antonio Patriota traf sich gestern (14.10.) mit dem israelischen Präsidenten Shimon Peres. Im Gespräch betonte Patriota, dass Brasilien einen Beitrag zum Frieden im Nahen Osten leisten könne. Brasilien sei ein Land ohne Feinde und sei so in der Lage, an den Verhandlungen für das Ende des Konflikts mitzuarbeiten. Der Minister erinnerte daran, dass Brasilien für seinen wirtschaftlichen Austausch freundschaftliche Beziehungen mit allen UN-Mitgliedern erhalten und sich keine Feinde machen wolle.

Patriota traf sich außerdem mit dem Ministerpräsidenten Israels Benjamin Netanyahu und dem Außenminister Avigdor Lieberman, dem Minister für Atomenergie Dan Meridor und dem Minister für Wissenschaft und Technik Daniel Hershkowitz.

Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Brasilien und Israel wurden durch das Freihandelsabkommen zwischen dem Mercosul und Israel, was seit 2010 gültig ist, erweitert. Von 2002 bis 2011 stieg der Handelsaustausch um 215 Prozent, von 445 Millionen US-Dollar auf 1,4 Billiarden US-Dollar.

Von Tel Aviv reiste Patriota nach Palästina, um an weiteren politischen und wirtschaftlichen Treffen teilzunehmen. In Ramalah wird sich der Minister für die nukleare Abrüstung und gegen die Verbreitung von Atomwaffen aussprechen. Brasilien verteidigt die Schaffung einer Freizone für Massenvernichtungswaffen im Nahen Osten.

Weitere Gespräche werden mit dem Außenminister Riad Malki und dem Chefunterhändler der Palästinensischen Befreiungsorganisation, Saeb Erekat, folgen. Außerdem stehen Kooperationsprojekte in den Bereichen Gesundheitswesen, Städtebau und Landwirtschaft auf der Tagesordnung.

Die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Brasilien und Palästina haben großes Wachstumspotenzial, so das brasilianische Außenministerium, das einen Handelsaustausch von 15,8 Millionen US-Dollar im Jahr 2011 und 10,6 Millionen US-Dollar im ersten Halbjahr 2012 verzeichnet. Durch das Handelsabkommen zwischen dem Mercosul und Palästina, was 2011 unterzeichnet wurde, können diese Beziehungen gestärkt werden. (ds)