Brasilien investiert in sein Weltraumprogramm, um bis 2021 einen eigenen Satelliten ins All schicken zu können / Copyright: Wikipedia, gemeinfrei
Brasilien investiert in sein Weltraumprogramm, um bis 2021 einen eigenen Satelliten ins All schicken zu können / Copyright: Wikipedia, gemeinfrei

Brasilien investiert in sein Weltraumprogramm, um bis 2021 einen eigenen Satelliten ins All schicken zu können / Copyright: Wikipedia, gemeinfrei

In diesem Jahr veröffentlichte Brasilien sein viertes Weltraumprogramm. Die Herausforderung besteht darin, bis 2021 einen in Brasilien entwickelten Satelliten ins All zu schicken – und dies von einer eigenen Rampe im Land. Die letzten drei Erdbeobachtungssatelliten wurden im Rahmen des Gemeinschaftsprojekts zwischen Brasilien und China CBERS (China-Brazil Earth Resources Satellite Program) von einer chinesischen Basisstation ins Weltall befördert.

Solange die eigene Basisstation noch nicht nutzbar ist, plant Brasilien, einen weiteren Satelliten (CBERS -3) von einer chinesischen Station abzusenden. Dieses Vorhaben war eigentlich schon für Ende 2012 angesetzt, musste aber aufgrund technischer Probleme auf dieses Jahr verschoben werden. Der neue Satellit enthält zum ersten Mal eine Satellitenkamera, die zu 100 Prozent in Brasilien produziert wurde. Die Satelliten CBERS 1, 2 und 1-B befinden sich schon im All.

Brasilien und China arbeiten seit 1988 in der Raumfahrt zusammen. In dem Jahr entwickelten sie auch das Programm CBERS. Ziel des Programms ist es, Überwachungsdaten für Abholzung und Feuer in Amazonasregionen, Wasserressourcenverbrauch, städtisches Wachstum, Bodennutzung und Landwirtschaft zu liefern.

Zur Intensivierung des brasilianischen Weltraumprogramms wird die Regierung 2013 weitere Maßnahmen für die Ausbildung von Personal in dieser Branche durchführen. So werden beispielsweise Studenten im Rahmen des Bildungsprogramms „Wissenschaft ohne Grenzen“ (Programa Ciência sem Fronteiras) in Länder geschickt, die im Bereich Weltraumwissenschaften hoch qualifiziert sind. Auch wolle Brasilien ausländische Experten ins Land holen. „Durch diese Maßnahmen lösen wir eines der Hauptprobleme unseres Weltraumprogramms, das Fehlen an Fachkräften“, erklärt der Präsident des brasilianischen Weltraumverbandes AEB (Agência Espacial Brasileira), José Raimundo Coelho. (ds)