Mauro Borges verspricht durch den Ausbau der südamerikanischen Freihandelszone einen Boom für Brasilien. / Copyright: Agência Brasil
Mauro Borges verspricht durch den Ausbau der südamerikanischen Freihandelszone einen Boom für Brasilien. / Copyright: Agência Brasil

Mauro Borges verspricht durch den Ausbau der südamerikanischen Freihandelszone einen Boom für Brasilien. / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Regierung will den Ausbau des Freihandels in Südamerika forcieren. Der Minister für Entwicklung, Industrie und Außenhandel, Mauro Borges, teilte am vergangenen Donnerstag (8.5.) mit, dass die brasilianische Regierung dafür eintrete, den Prozess des Abbaus von Zöllen zwischen den südamerikanischen Ländern von 2019 auf 2016 vorzuverlegen, wie die Zeitung Estado de São Paulo in ihrer Online-Ausgabe vom vergangenen Donnerstag (08.5.) berichtet.

Der Vorschlag, die Importsteuern unter den Mitgliedsländern des Mercosur auf Null zu fahren, wird bereits kommende Woche auf dem Treffen des gemeinsamen Wirtschaftsraums in Caracas diskutiert. In dem Zusammenhang forderte der Minister die schnellstmögliche Ausweitung des Mercosur auf Mexiko. Der Vorteil eines gemeinsamen Handelsraumes liege unter anderem in dem Freihandelsabkommen, dass der Mercosur mit der Europäischen Union haben werde, so Borges. Die europäischen Importzölle auf landwirtschaftliche Produkte seien derzeit für Brasilien nicht umsetzbar.

In einer Ausschusssitzung im Senat bekräftigte Borges, dass es keine Alternative zum Freihandel gebe. „Wir wollen unsere Agrarexporte um das Vier- oder Fünffache steigern. Dies ist mit den herkömmlichen Einfuhrzöllen der EU nicht möglich.“ Wie der Estado de São Paulo berichtet, verhilft ein Abkommen mit der EU laut Borges, den brasilianischen Investitionen in Europa zu einem erheblichen Zuwachs. Dies gefährde jedoch nicht die Substanz der brasilianischen Industrie, wie Borges die Ausschussmitglieder zu beruhigen versuchte.

Dem Mercosur gehören als feste Mitglieder Argentinien, Brasilien, Paraguay, Uruguay und Venezuela an. Darüber hinaus sind mit Chile, Bolivien, Peru, Kolumbien und Ecuador fast alle anderen südamerikanischen Länder mit ihm assoziiert. (ms)