Die brasilianische Polizei stand in der letzten Zeit immer wieder in der Kritik / Copyright: Agência Brasil
Die brasilianische Polizei stand in der letzten Zeit immer wieder in der Kritik / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische Polizei stand in der letzten Zeit immer wieder in der Kritik / Copyright: Agência Brasil

Die Spezialkommission für öffentliche Sicherheit und Menschenrechte (Comissão Especial de Segurança Pública e Direitos Humanos) kam gestern (26.08.) zu einem ersten Treffen zusammen, um über mögliche Arbeitsmethoden zu sprechen, die zu mehr Sicherheit beitragen können.

Laut Angaben des Präsidenten der Kommission Eugênio Aragão werden die Mitglieder in die verschiedenen Bundesstaaten reisen, um Fälle von möglicher Polizeigewalt zu untersuchen. Die Arbeitsgruppe will jeder Anschuldigung nachkommen und zu jedem Fall einen Bericht verfassen auf dessen Basis folgend eine Anklage gemacht werden kann.

Die Kommission will durch ihre Arbeit auch die Bevölkerung dahingehend bestärken, Gewalt die von staatlichen Einsatzkräften ausgeht anzuzeigen. Aragão sprach jedoch auch von „Verbrechen der Missachtung“ gegenüber der Polizei, die von manchen Bürgern ausging. Diese Übergriffe, die meist verbaler Natur seien, vermittelten vielen Polizisten den Eindruck sich als Gruppe abgesondert vom Rest der Gesellschaft zu verstehen. Um diese verbalen Attacken zu unterbinden, die nach Meinung von Experten die Aggressivität von Polizeibeamten schüren, schlägt die Kommission härtere Geldstrafen vor, wie es sie in anderen Ländern bereits gibt.

Die Kommission wolle insgesamt friedliche Möglichkeiten entwickeln, um das Vertrauen der Bevölkerung in die Polizei zu stärken und gleichzeitig für mehr Ruhe innerhalb des Polizeiapparats zu sorgen.

Initiiert wurde die Kommission von der Ministerin für Menschenrecht Maria do Rosário. (sg)