Große Automobilkonzerne wie Volkswagen, Daimler und Ford haben ihre Produktion zurückgefahren / Copyright: Wikimedia Commons (Taneli Rajala)

Brasilien will eine eigene Produktion von Hybrid-Fahrzeugen / Copyright: Wikimedia Commons (Taneli Rajala)

Die brasilianische Regierung verstärkt ihre Bemühungen zur Ansiedlung wichtiger Forschungszweige und versucht derzeit auch im Bereich der Hybrid-Fahrzeuge einen eigenen brasilianische Forschungszweig aufzubauen. Anders als bei europäischen Hybrid-Antrieben soll bei der Forschung in Brasilien der Schwerpunkt auf Verbrennungsmotoren auf Ethanol-Basis liegen. Der brasilianische Forschungsminister, Fernando Pimentel, brachte die Forderung nach eigener brasilianischer Forschung auch gegenüber dem Vorstandsvorsitzende des Automobilkonzerns Hyundai, Chung Mong-Koo, vor, den er auf seiner Asienreise letzte Woche in Seoul, Süd-Korea getroffen hatte.

Beide waren sich darüber einig, dass Brasilien zukünftig eine eigene Forschung zu Hybrid-Antrieben bekommen soll und Chung Mong-Koo betonte, dass Hyundai bereit sei, bei der technischen Entwicklung und der Produktion in Brasilien zu helfen. Als Anreiz für neue Investitionen hat die brasilianische Regierung einen Steuernachlass von einem Prozentpunkt auf die Steuer industrieller Güter (Imposto sobre Produtos Industrializados, kurz: IPI) eingeführt und hofft so eventuell noch mehr Unternehmen zu bewegen, ihre Hybrid-Fertigung und vor allem die Forschung nach Brasilien zu bringen. In den letzten Wochen hatte der brasilianische Forschungsminister bereits mit den Vorständen von Toyota und Nissan in Brasilien sowie während seiner Asienreise mit Vorständen von Mitsubishi und ebenso Nissan gesprochen. Eine definitive Zusage zu einem Forschungsstandort in Brasilien gab es bisher jedoch von keinem dieser Unternehmen. Am weitesten ging die Zusage von Hyundai, man wolle Brasilien bei der technischen Entwicklung helfen. (mas)