Die Innenministerin und Sekretärin für Außenhandel, Tatiana Prazeres, äußert sich über die Embargos auf brasilianisches Rindfleisch / Copyright: Agência Brasil

Die Innenministerin und Sekretärin für Außenhandel, Tatiana Prazeres, äußert sich über die Embargos auf brasilianisches Rindfleisch / Copyright: Agência Brasil

Gestern (02.01.) sprach die brasilianische Ministerin für Entwicklung, Industrie und Außenhandel, Tatiana Prazeres, bei der Bekanntgabe der Handelsbilanz des vergangenen Dezembers auch über die Problematik der Embargos auf brasilianisches Rindfleisch. In den vergangenen Wochen hatten die Länder Südkorea, Saudi-Arabien, Japan, Südafrika, Taiwan, Jordanien und Chile den Rindfleischimport aus Brasilien verboten, da Verdacht auf die Verseuchung mit BSE bestünde. Wobei Jordanien nur die Importe vom Bundesstaat Paraná ausschloss und Chile nur von Fleischmehl und Knochen brasilianischer Rinder.

Laut Prazeres gäbe es allerdings keinerlei Rechtfertigung für derartige Barrieren auf brasilianische Produkte. Eine Möglichkeit wäre, dass sich Brasilien in dieser Angelegenheit an die Welthandelsorganisation (WTO) wenden könne. Auch der Sekretär für landwirtschaftliche Verteidigung des Landwirtschaftsministeriums, Ênio Marques Pereira, hatte diese Möglichkeit bereits in Betracht gezogen. Nur wolle man noch bis März 2013 abwarten und den betroffenen Ländern die Chance geben, die Embargos wieder aufzuheben.

Seit den ersten Anschuldigungen hätte Brasilien notwendige Schritte unternommen, um die Vorwürfe zu entkräften und detaillierte Informationen über das Krankheitsbild der Kuh, die 2010 im Bundesstaat Paraná verstorben war, herausgegeben. Es konnten zwar Erreger von BSE festgestellt werden, allerdings sei es nicht zum Ausbruch der Krankheit gekommen. (ds)