Wohnviertel in Cap Haitien / Copyright: Wikipedia, GNU, R. Kaupp

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Brasilien möchte sich aktiver am Wiederaufbau und an der Entwicklung Haitis beteiligen. Hierbei sollen demokratische Institutionen des Landes gestärkt und deren Autonomie angekurbelt werden. Das möchte die brasilianische Regierung durch Partnerschaften in Bereichen wie Energie, Landwirtschaft, Gesundheits- und Bildungswesen erreichen, so teilte der neue Botschafter Brasiliens für Haiti, José Luiz Machado e Costa, mit. Dieser hätte vom brasilianischen Außenminister Antonio Patriota Orientierungsvorschläge erhalten.

„Brasilien wird in Haiti investieren, damit das Land seine Institutionen stärkt und sich wirtschaftlich und in Frieden entwickelt“, so Machado e Costa, der seit letzter Woche sein neues Amt ausübt. Brasilien hätte ungefähr 30 Partnerschaftsprojekte mit Haiti, in denen vor allem die Landwirtschaft, das Gesundheits- und Bildungswesen, aber auch die Infrastruktur und Energiegewinnung unterstützt werden sollen.

Für 2012 sei eine der Prioritäten der Bau des haitianischen Wasserkraftwerkes Artibonite 4 C, bei dem mit finanzieller Unterstützung seitens Brasiliens gerechnet werden kann sowie das militärische Ingenieurwesen. Das Fehlen von Energie sei eines der Hauptprobleme in Haiti. Durch den Sektor Wasserkraft werden Arbeitsplätze geschaffen und damit die Situation vieler Menschen verbessert.

Haiti stellt eines der ärmsten Länder Amerikas dar, mit Problemen in der Infrastruktur, interner Gewalt, dem Fehlen von soliden Institutionen sowie Instabilität in der Politik und Wirtschaft. Das Erdbeben im Januar 2010 hat die Situation Haitis, wo rund zehn Millionen Menschen leben, wesentlich verschlimmert. Durch das Erdbeben kamen etwa 220.000 Personen ums Leben.

Weitere Probleme seien der Analphabetismus, der 45,2 Prozent der Bevölkerung betrifft, sowie die Lebenserwartung, die bei lediglich 60,9 Jahren liegt. (ds)