Ende vergangenen Jahres wurden 178 Beagle von Aktivisten gegen Tierversuche aus einem brasilianischen Forschungszentrum befreit. / Copyright: Wikimedia Commons, Ruth Ellison
Ende vergangenen Jahres wurden 178 Beagle von Aktivisten gegen Tierversuche aus einem brasilianischen Forschungszentrum befreit. / Copyright: Wikimedia Commons, Ruth Ellison

Ende vergangenen Jahres wurden 178 Beagle von Aktivisten gegen Tierversuche aus einem brasilianischen Forschungszentrum befreit. / Copyright: Wikimedia Commons, Ruth Ellison

Eine Resolution des Ministeriums für Wissenschaft, Technologie und Innovation, veröffentlicht am Samstag (25.09) im Amtsblatt Diário Oficial da União, erkennt 17 alternative Methoden zu Tierversuchen in der Forschung Brasiliens an. Der Text verweist auf Methoden, die von internationalen Einrichtungen bereits als erprobt wurden, und darauf abzielen, den Einsatz von Tierversuchen zu reduzieren und zu ersetzen. Laut Ministerium haben die Methoden auch die rechtliche Anerkennung im Ausland.

Eine dieser Alternativen, um festzustellen, ob ein Produkt Hautirritationen hervorruft, ist die Verwendung von künstlicher Haut. Außerdem genehmigt ist das In-vitro-Verfahren, bei dem die Untersuchung von Zellen beispielsweise Aufschluss über Schäden an der DNA geben kann.

Die Resolution des Wissenschaftsministeriums stellt eine Frist von fünf Jahren auf, um die bisherigen Forschungsmethoden gegen die Alternativen auszuwechseln.

Das Thema gewann vor allem Ende vergangenen Jahres an Aufmerksamkeit, als Aktivisten gegen Tierversuche in das Labor „Laboratório Royal“ eindrangen in der Gemeinde São Roque im Inland von Sao Paulo und 178 Hunde der Rasse Beagle befreiten. Sie beschuldigten die Einrichtung, Hunde, Katzen, Kaninchen, Ratten und andere Tiere für ihre Versuche zu misshandeln. Das Labor wurde daraufhin im November 2013 geschlossen. (ls)