Copyright: Universidade de Pernambuco

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Die brasilianische Präsidenten Dilma Rousseff sagte gestern (30.08.) bei der Eröffnung der medizinischen Fakultät auf dem Campus Garanhuns der Universität von Pernambuco im Nordosten Brasiliens, dass die Regierung mehr als 4.500 Ärzte jedes Jahr ausbilden und den Beruf stärker im Land verankern wolle. Rousseff hat die Ministerien für Bildung und Gesundheit bereits um die gemeinsame Erstellung eines nationalen Planes für die Ärzteausbildung gebeten, der bis Oktober dieses Jahres vorgestellt werden soll.

Das Ziel der Maßnahme sei laut der brasilianischen Präsidentin, das Fehlen von Ärzten im gesamten Land zu verringern, insbesondere im Landesinneren. Einer der Punkte des Planes sei es, Incentivierungen für Studenten zu schaffen, die bereit seien, im Landesinneren zu studieren und zu arbeiten. „Diejenigen Studenten und Ärzte, die sich für die offenen Stellen im (staatlichen) vereinigten Gesundheitssystem (Sistema Único de Saúde, kurz: SUS) interessieren oder, genauer gesagt, für die Bedürfnisse des brasilianischen Volkes, werden Vorteile haben. Sie werden Rabatte bekommen bei der Nutzung des universitären Ausbildungsförderungsfonds (Fundo de Financiamento do Ensino Superior, kurz: FIES). Außerdem werden sie einen besseren Zugang zur Facharztqualifizierung haben, wenn sie der Nachfrage des SUS nachkommen. Ich versichere Euch, dass Ihr auf keinen Fall ohne Arbeit dastehen werdet“, richtet sich die Präsidentin an die Medizinstudenten der Universität von Pernambuco.

Laut Rousseff seien das Fehlen von Ärzten sowie deren unausgeglichene Verteilung im Land die größten Hindernisse, um die öffentliche medizinische Versorgung in Brasilien zu verbessern. Der Nordosten Brasiliens habe etwa 28% der brasilianischen Bevölkerung, aber im Verhältnis nur rund 17% der Ärzte.

Die Präsidentin nannte die Medizinstudenten „Pfadfinder“ und sagte, dass sie sich für den richtigen Beruf entschieden haben. (tfb)