In den nächsten 8 Jahren soll die Anzahl der Kinosäle mehr als verdoppelt werden / Copyright: Wikimedia Creative Commons, CC-BY-SA-2.0-DE
In den nächsten 8 Jahren soll die Anzahl der Kinosäle mehr als verdoppelt werden / Copyright: Wikimedia Creative Commons, CC-BY-SA-2.0-DE

In den nächsten 8 Jahren soll die Anzahl der Kinosäle mehr als verdoppelt werden / Copyright: Wikimedia Creative Commons, CC-BY-SA-2.0-DE

Brasiliens Nationale Filmvereinigung  (Agência Nacional de Cinema, kurz: Ancine) gab in den letzten Tagen ihre Ziele für die kommenden acht Jahre bekannt. Im Rahmen des sogenannten Plans für Richtlinien und Ziele für den audiovisuellen Sektor (Plano de Diretrizes e Metas para o Audiovisual, kurz: PDM) eröffnete Manoel Rangel, Präsident von Ancine, der Öffentlichkeit, dass die Vereinigung sich zum Ziel gesetzt habe, in Brasilien den weltweit fünftgrößten Markt für Fernsehen, Kino und Videos zu etablieren. Ancine habe sich einen zeitlichen Rahmen von fünf bis acht Jahren gesetzt. Momentan befindet sich Brasilien in der Rangliste der größten Märkte für audiovisuelle Produktionen auf Platz zehn.

Es sei das erste Mal, dass es einen langfristigen Plan für den audiovisuellen Sektor Brasiliens gebe, betonte Rangel, durch das nationale Wachstum der Branche, neue Gesetze und Institutionen wie die Ancine sei ein so ausführlicher Plan notwendig und möglich.

In dem langfristigen PDM ist festgehalten, dass die Anzahl an Kinosälen in Brasilien mehr als verdoppelt werden soll. Die Ancine rechnet zukünftig jährlich mit 220 Millionen Kinobesuchern. So würden insgesamt Einnahmen von 3,32 Milliarden Reais (rund 1,3 Milliarden Euro) erzielt werden. Im Vergleich zu heute würden sich die Einnahmen damit zweieinhalbfach steigern.

Der PDM sieht außerdem vor, dass die Anzahl an Pay-TV-Sendern von derzeit 16 auf insgesamt 50 angehoben wird. In diesen Kanälen sollen dann ab 2020 mehr als 2.000 Filme jährlich laufen. In den offenen Kanälen sollen ebenfalls deutlich mehr Spielfilme gezeigt werden.

Manoel Rangel und die Ancine rechtfertigt die zukünftigen Änderungen mit dem starken Anstieg der Branche. Im letzten Jahr hatte der Sektor einen Anstieg von fünf Prozent zu verzeichnen. (sg)