Die Frankfurter Buchmesse plant für August eine Bildungskonferenz in São Paulo / Copyright: Wikimedia Creative Commons, I. Giel

Brasilien wird Gastland auf der Frankfurter Buchmesse 2013 / Copyright: Wikimedia Creative Commons, I. Giel

Nach dem Ende der Frankfurter Buchmesse schaut man nun auf das kommende Jahr, in dem Brasilien Gastland unter dem Motto „Brazil in Every Word“ sein wird. Laut George Firmeza, Leiter der Kulturabteilung des brasilianischen Außenministeriums, solle Brasilien einige Überraschungen nach Frankfurt bringen. Den Klischees „Samba“ und „Fußball“ wird die vielfältige Literatur des Landes entgegengesetzt. Mehr als 70 Autoren werden ihre Werke auf der Messe präsentieren.

Die Literatur Brasiliens ist von seiner abwechslungsreichen Kultur gekennzeichnet, die durch die dort lebenden Menschen unterschiedlichster Herkunft geprägt wurde. Im lateinamerikanischen Land, das rund 195 Millionen Einwohnern zählt, leben Menschen mit afrikanischen, italienischen, deutschen, arabischen und japanischen Wurzeln. Auch der Direktor der Buchmesse, Juergen Boos, sehe dem Ereignis gespannt entgegen: „Die Literatur dieses Landes ist derart facettenreich, jung und dynamisch, dass sie sich in keine Schublade einordnen lässt.“ Brasilien hätte sich in den vergangenen Jahren stark verändert und das spiegele sich auch in der Literatur wider.

Schwerpunkte auf die brasilianische Literatur legen ebenso die Leipziger Buchmesse und das Internationale Literaturfestival in Berlin. Darüber hinaus sollen Kunstausstellungen, eine Ausstellung zum deutschsprachigen Exil in Brasilien (1933-1945) und ein Konzert des Sinfonieorchesters São Paulo präsentiert werden.

Laut des Direktors des Organisationskomitees, Galeno Amorim, wolle man den kulturellen Reichtum Brasiliens dem Rest der Welt bekanntmachen. Im Zentrum steht ein Programm zur Übersetzung brasilianischer Literatur, für das seit Mitte Mai 2011 bereits 142 Förderzusagen erteilt worden sind, einen Großteil an deutsche Verlage und Übersetzer. (ds)