Logo des Nationalen Gesundheitsrates CNS / Copyright: CNS

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Die internationale Wirtschaftskrise und die daraus folgende Kürzung der öffentlichen Ausgaben im brasilianischenGesundheitswesen waren Hauptdiskussionspunkt am Weltgesundheitstag vergangenen Samstag (07.04.).

„Die größte Gefahr für das Gesundheitswesen in der Welt ist die Politik. In Zeiten der Krise wird das Gesundheitswesen immer stärker durch die Möglichkeit bedroht, dass es sich in eine exklusive Ware verwandelt und nicht mehr als ein Menschrecht gehandhabt wird“, so schätze Francisco Batista Júnior, Präsident des brasilianischen Nationalen Gesundheitsrates (Conselho Nacional de Saúde, kurz: CNS), die aktuelle Lage ein.

Durch die Wirtschaftskrise würde die Arbeitslosigkeit in vielen Ländern steigen und somit die Finanzierungsquellen für die Sozialversicherungen abnehmen. Batista Júnior zeigte sich besonders besorgt hinsichtlich der europäischen Länder, die durch Probleme mit dem Staatshaushalt Einschränkungen im Gesundheitswesen vornehmen.

Für ihn sei das brasilianische Gesundheitssystem SUS (Sistema Único de Saúde, kurz: SUS) in Zeiten der Krise ein „Trumpf“ Brasiliens. „Die Gesundheitsreform führte zum SUS und das war so durchdacht, dass die Gesundheit als universelles Recht der Menschen angesehen wird; es ist ein unwiderrufliches und unbestreitbares Recht, was nicht auf dem Markt verkauft werden kann“, verteidigte Batista.

Des Weiteren sei das SUS am stärksten dafür verantwortlich, dass sich die Lebensqualität in Brasilien gesteigert habe. Heutzutage sei die sanitäre Situation wesentlich besser und man hätte Zugang zu neuester Technik.

Allerdings bemerkte Batista auch, dass das SUS noch einige Schwachpunkte wie Unterfinanzierung und Probleme bei der Prävention aufweise. (ds)