Die Inflation stieg in der ersten Novemberwoche aufgrund der hohen Lebensmittelpreise an / Copyright: Agência Brasil
Die Inflation stieg in der ersten Novemberwoche aufgrund der hohen Lebensmittelpreise an / Copyright: Agência Brasil

Aufgrund der Senkung der Reallöhne steigt die Verschuldung privater Haushalte / Copyright: Agência Brasil

Der Prozentsatz der brasilianischen Familien mit privater Verschuldung steigt nach Angaben der Nationalen Vereinigung des Güterhandels, Service und Tourismus (Confederação Nacional do Comércio de Bens, Serviços e Turismo, kurz: CNC). Die Verschuldung sei im November, im Vergleich zu Oktober, um  1,1 Prozentpunkte gestiegen. Waren im Oktober noch 62,1 Prozent der Familien durch Kontoüberziehung, Kredite oder andere Finanzierungen verschuldet, so waren es im November bereits 63,2 Prozent.

Auch im Vergleich zu November im Jahr 2012 ist die Verschuldung um 4,2 Prozentpunkte von 59 Prozent auf besagte 63,2 Prozent gestiegen. Laut Experten des CNC gibt es vor allem Verschuldungen durch die Überziehung von Kreditkarten. Rund 74,8% aller Schulden sind diesem Sektor zuzuschreiben. Gefolgt wird diese Art der Verschuldung durch die Kredite für die Finanzierung von Haushaltsgegenständen (18,3%) und Autos (12,6%). Auch die Finanzierung von Häusern macht mit 7,2% einen entscheidenden Anteil aus.

Doch auch trotz der steigenden privaten Verschuldung sinkt die Anzahl derer, die ihre Kredite und Schulden nicht rechtzeitig zurückzahlen. Immerhin gab es im November um 0,4 Prozentpunkte weniger Verzögerungen bei den Rückzahlungen der Raten als noch im Oktober. Insgesamt gibt es nun noch in 21,2 Prozent der Fälle Probleme bei der Rückerstattung.

Den Experten des CNC zufolge kommt es durch die Verringerung der Reallöhne der Brasilianer zu einer gewissen Neuverschuldung durch private Haushalte.  (sg)