Copyright: Ministério do Trabalho e Emprego

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Das brasilianische Arbeitsministerium (Ministério do Trabalho e Emprego) zeigte auf, dass immer mehr Ausländer in Brasilien ihren Lebensunterhalt verdienen. Allein für das erste halbe Jahr hätten 26,5 Millionen Menschen eine Arbeitserlaubnis erhalten, in den meisten Fällen mit Visum bis zu zwei Jahren. Dieser Wert stelle einen Anstieg von 19,4% im Vergleich zum Vorjahr dar.

Unter den Arbeitern zähle man hauptsächlich Portugiesen, Spanier, Nordamerikaner und Personen aus den lateinamerikanischen Ländern. Diese sind vor allem in den Branchen Ingenieurwesen, in der Infrastruktur und Technik sowie im Bereich Informatik tätig. Ein weiterer Berufszweig stelle das Finanzwesen dar, insbesondere die internationale Buchhaltung. Hier gäbe es Menschen, die aufgrund der Wirtschaftskrise in ihrem Heimatland Schwierigkeiten auf Anstellung haben.

Die Beratungsfirma Hays stellte fest, dass 80,4% brasilianischer Firmen große Bereitschaft zeigen, Arbeitsverträge mit Ausländern abzuschließen. César Rego, Geschäftsführer von Hays in Curitiba, bezeichnete diese Entwicklung als positiv, da die große Anzahl der ausländischen Arbeiter in Brasilien das Wachstum der brasilianischen Wirtschaft widerspiegele. Ausländer sähen in Brasilien berufliche Entwicklungschancen. Des Weiteren haben die USA und Europa anerkannt, dass sich die Lebensqualität in Brasilien gesteigert hat. Im Bereich des Finanzwesens könne man mit viel besseren Gehältern rechnen. Laut der brasilianischen Ausländerbehörde (Coordenação-Geral de Imigração), die mit dem Arbeitsministerium zusammenarbeitet, würden die meisten Ausländer in den Städten Rio de Janeiro und São Paulo tätig sein.

Ausländische Arbeiter würden Erfahrungen und Technologien nach Brasilien bringen, die für die Entwicklung der brasilianischen Wirtschaft von Nutzen seien. Des Weiteren schränke es die Chancen der Brasilianer auf dem Arbeitsmarkt nicht ein, da das Arbeitsministerium bei der Genehmigung von Arbeitsplätzen für Ausländer sicherstelle, dass es die jeweiligen Arbeitskräfte in Brasilien nicht gibt. (ds)