Zuckerrohr / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, R. Uribe

Die Zuckerproduktion soll bei den Zuckerrohrernten 2012/2013 ansteigen / Copyright: Wikipedia, Creative Commons, R. Uribe

Der nationale Versorgungsverband CONAB (Companhia Nacional de Abastecimento) hat zum dritten Mal eine Studie über die Zuckerrohrernte in Brasilien durchgeführt. Die Erntezeit von April 2012 bis März 2013 wurde hierbei berücksichtigt. Die Daten der Studie hat der Verband gestern (12.12.) bekanntgegeben: 2012/2013 soll die Zuckerproduktion ansteigen, die des Ethanols aber zurückgehen. Laut des Ministeriums für Landwirtschaft, Viehzucht und Versorgung MAPA (Ministério da Agricultura, Pecuária e Abastecimento) würde der erhöhte Zuckerrohranbau auf den derzeit niedrigen Marktpreis zurückzuführen sein, der geringer als der von Ethanol sei.

Laut Einschätzungen der CONAB wird die Zuckerproduktion bei der derzeitigen Ernte um 4,72 Prozent ansteigen, also um 37,6 Millionen Tonnen. Die Ethanolproduktion soll um 5,22 Prozent zurückgehen, von 24,9 Milliarden Liter bei der letzten Ernte auf 23,6 Milliarden. Zurückzuführen sei diese Entwicklung auf die geringere Produktion von hydriertem Alkohol, der für Fahrzeuge verwendet wird. Bei der Produktion von unhydriertem, wasserfreiem Alkohol, den man zu Benzin hinzugibt, ist ein weniger drastischer Rückgang zu verzeichnen (0,8 Prozent).

Die CONAB schätzt ein, dass insgesamt 595, 1 Millionen Tonnen Zuckerrohr in der Ernte von 2012/2013 gewonnen werden. Laut des Ministeriums sei dieser Anstieg mit den guten klimatischen Voraussetzungen zu verdanken, besonders der Regionen im zentralen Süden. Auch wurden größere Anbauflächen verwendet, 8.520.000 Hektar im Vergleich zu 8.356.000 Hektar in der vergangenen Ernte. (ds)