Fernando Pimentel und Antônio Patriota sprechen über eine Revision des Automobilimportabkommens zwischen Brasilien und Mexiko / Copyright: Agência Brasil

Fernando Pimentel und Antônio Patriota sprechen über eine Revision des Automobilimportabkommens zwischen Brasilien und Mexiko / Copyright: Agência Brasil

Die brasilianische und mexikanische Regierung haben beschlossen, über einige Punkte bezüglich der Importe von Automobilen neu zu verhandeln. Zurzeit sei der bilaterale Handelsaustausch etwas ungleich, da nur Mexiko davon profitiere. Am Freitag (03.02.) sprachen die brasilianische Präsidentin Dilma Rousseff und der mexikanische Präsident Felipe Calderón über diese Problematik. Außerdem nahmen der Minister für Entwicklung, Industrie und Handel, Fernando Pimentel und der Außenminister Antônio Patriota an den Gesprächen teil.

Pimentel bestätigte, dass bereits diese Woche mit den Neuverhandlungen begonnen werden könne. Das Gespräch mit Calderón sei sehr produktiv gewesen, denn dieser wäre bereit, sich alle Punkte des Abkommens noch einmal genau anzuschauen. Aufgrund von Verlusten hatte Brasilien bereits darüber nachgedacht, aus dem Vertrag auszusteigen. Allerdings hätte Calderón starkes Interesse daran, das bilaterale Abkommen aufrechtzuerhalten.

Die Verhandlungen werden vom Ministerium für Entwicklung, Industrie und Handel sowie vom Außenministerium Brasiliens und Mexikos durchgeführt und sollen diese Woche mit der Ankunft mexikanischer Repräsentanten in Brasilien beginnen. Geplant sei es, bis Ende Februar zu einer Einigung zu kommen.

Der Vertrag wurde 2002 zwischen Mexiko und Brasilien abgeschlossen und erlaubt den Import von Automobilen, Ersatz- und Fahrzeugteilen nach Mexiko mit Steuervergünstigungen. Das gilt allerdings nur für PKWs. Brasilien sehe vor, auch andere Kategorien (LKWs, Busse und Nutzfahrzeuge) für das Abkommen vorzuschlagen, was das Ungleichgewicht in der brasilianischen Handelsbilanz verringern könne, so Pimentel. (ds)