Der neue Chef der Embrapa, Maurício Lopez / Copyright: Agência Brasil

Der neue Chef der Embrapa, Maurício Lopez / Copyright: Agência Brasil

Der seit dieser Woche eingesetzte neue Präsident des staatlichen brasilianischen Unternehmens für Agrarforschung (Empresa Brasileira de Pesquisa Agropecuária, kurz: Embrapa), Maurício Antônio Lopes, wird die Aktivitäten seiner Forschungseinrichtung auf Wunsch der brasilianischen Regierung international effektiver ausrichten. Dies gab er gestern (11.10.) auf seiner ersten Pressekonferenz bekannt. Sein Vorgänger, Pedro Arraes, war letzte Woche überraschend von seinen Leitungsfunktionen durch das Agrarministerium enthoben worden, nachdem ihm Versäumnisse bei der Gestaltung der internationalen Aktivitäten der Embrapa vorgeworfen worden waren.

Bisher ist die Embrapa bereits international gut vernetzt, aber vieles werde im Auftrag erledigt und der Wissenstransfer ist nach Ansicht des Agrarministeriums noch zu langsam. Maurício Antônio Lopes führte dies bei seiner gestrigen Pressekonferenz auf die Ausrichtung der Embrapa zurück, die nach ihrer Gründung sehr fortschrittlich, aber auch einem bestimmten agrarwirtschaftlichem Paradigma verschrieben war. Der neue Vorsitzende will nun vor allem die strategische Ausrichtung flexibler und effektiver gestalten, da seiner Meinung nach neu gewonnene Erkenntnisse schneller zu Änderungen in der strategischen Ausrichtung führen können und die Embrapa darauf zeitlich kurzfristiger als bisher reagieren müsse.

Aus diesem Grund sollen die internationalen Aktivitäten der Embrapa zukünftig konsolidiert und stärker auf eine strategische Ausrichtung fokussiert werden. Breitgestreute internationale Auftrags- und Grundlagenforschung in den vielen Partnerländern, wie sie bisher durchgeführt wurde, dürfte nach den gestrigen Aussagen damit in Zukunft nicht mehr zu den Aufgaben der Embrapa gehören. (mas)