„Bisher hat der in Brasilien immer noch äußerst beliebte Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva noch jeden Skandal unbeschadet überstanden. Doch das könnte sich bald ändern.

Die Schmiergeldaffäre, die in seiner ersten Amtszeit aufflog, zieht mittlerweile immer weitere Kreise. Erst kürzlich wurden deswegen in einem spektakulären Prozess einer der engsten Berater Lulas sowie 24 weitere Angeklagte verurteilt. Und jetzt haben drei Richter des Obersten Gerichtshofs angedeutet, dass neue Ermittlungen eingeleitet werden könnten. Dabei solle geprüft werden, ob es eine direkte Verbindung zwischen dem ehemaligen Präsidenten und dem so genannten „Mensalão“-System gegeben hat, bei dem Parlamentarier monatliche Schmiergelder erhielten. Lula da Silva streitet die Vorwürfe, die schon ab dem Jahr 2005 aufkamen, ab und spricht von einem Komplott seiner politischen Feinde.“ (The Wall Street Journal Online)

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