Finanzminister Guido Mantega kündigt Maßnahmen gegen Aufwertung des Real an / Copyright: Wikimedia Elza Fiúza/ABr

Finanzminister Guido Mantega kündigt Maßnahmen gegen Aufwertung des Real an / Copyright: Wikimedia Elza Fiúza/ABr

In diesen Tagen beginnt die Sojaernte in Brasilien und es wird erwartet, dass die brasilianischen Ertragszahlen die der USA weit übertreffen werden. Im Hinblick auf einen exportattraktiven Real wird das Klima auf den internationalen Devisenmärkten daher zunehmend rauher. Am Rande der High-Growth Markets Konferenz in London sprach der brasilianische Finanzminister Mantega dabei direkt die USA sowie Japan an und warnte vor einem ,,Währungskrieg“. Brasilien sei nicht bereit einer weiteren Aufwertung des Real tatenlos zuzuschauen und würde in Zukunft alle notwendigen Maßnahmen ergreifen um den Real wettbewerbsfähig zu halten. Nachdem die amerikanische Notenbank vergangene Woche angekündigt hatte, von nun an monatlich Hypothekenanleihen in der Höhe von 40 Milliarden US-Dollar anzukaufen, hatte der Dollar im Bezug auf den Real in der vergangenen Woche an Wert verloren. Als Reaktion auf einen ähnlichen Schritt in Japan machte Mantega deutlich, dass solchen Maßnahmen natürlicherweise auch Schritte in Brasilien folgen müssten, das sich gezwungen sehe, auch seine Währung niedrig zu halten.Besonders der brasilianische Agrar- und Industriesektor sind auf einen wettbewerbsfähigen Real für den Export angewiesen. Brasilien hatte bereits in der Vergangenheit durch kurzfristige Zölle auf ausländischen Kapitalfluss Investoren geschockt. ,,Sollte das Angebot an billigen Dollars in der brasilianischen Wirtschaft Überhand nehmen, wird auch die brasilianische Zentralbank weitere Dollarreserven anlegen“, sagte der Minister mit Hinblick auch auf den Derivatenmarkt. (er)