Brasilien unterstützt Klimaschutzprojekte vor allem mit europäischen Geldern. / Copyright: Wikimedia Commons, NASA Politik und Orgnisationen machen sich stark gegen die Abholzung des Regenwaldes / Copyright: Wikimedia Creative Commons, NASA

Brasiliens finanzielle Unterstützung für den Klimaschutz ärmerer Länder stammt zu 90 Prozent selbst aus dem Ausland. Seit Längerem ist es eine Forderung der G7-Staaten, die G20 sollten sich stärker an einem Fonds zur Unterstützung der ärmsten Länder im Kampf gegen Klimaveränderungen beteiligen.

Auch während der Klimakonferenz in Paris hat die brasilianische Regierung wiederholt darauf verwiesen, dass es dieser Verantwortung bereits durch bi- und trinationale Abkommen mit lateinamerikanischen und afrikanischen Ländern nachkomme, berichtet die Folha de S.Paulo (11.12.).

In diesem Rahmen finanzierte Brasilien seit 2011 rund 55 Millionen US-Dollar in 21 Projekten im Ausland. Der Großteil von Brasiliens Unterstützung afrikanischer Länder beim Klimaschutz hingegen stammt aus Europa, berichtet die Folha unter Berufung auf Angaben der Ministerien für Umwelt, Landwirtschaft sowie Bergbau und Energie und der Brasilianischen Entwicklungsbank (BNDES).

Insgesamt 48,9 Millionen US-Dollar, also 88 Prozent, stammten aus dem Fonds Amazônia, den Brasilien treuhänderisch verwaltet. Dieser wiederum setzt sich zu 99,3 aus Spenden der norwegischen und deutschen Regierungen zusammen.

Nur zwölf Prozent aller brasilianischen Finanzhilfen für die ärmeren Länder sind Mittel der brasilianischen Regierung. Insbesondere das Monitoring der Regenwaldflächen um den Äquator in Lateinamerika wird mit diesen Mitteln gestemmt. Ein weiteres aus diesem Fonds finanziertes Programm unterstützt den Regenwaldschutz im Flusslauf des Kongo. Hierzu besteht eine Kooperation mit zehn afrikanischen Ländern. (ms)

Quelle: Folha de S.Paulo