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Die brasilianische Industrie erholt sich langsam von den Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Bitjungle

Die brasilianische Industrie erholt sich langsam von den Auswirkungen der weltweiten Finanzkrise / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Bitjungle

Nach einem recht verhaltenen Start am Jahresbeginn trumpft die brasilianische Industrie nun mit dem größten Wachstum seit drei Jahren auf. Die Nationale Vereinigung der Industrie (Confederação Nacional da Indústria, kurz: CNI) erklärte, dass es im April rund 2,9 Prozent mehr Arbeitsstunden gegeben habe als noch im März. Seit März 2010 hatte es keinen so starken Anstieg mehr von einem auf den nächsten Monat gegeben. Für die CNI ist die Anzahl der Arbeitsstunden der Hauptindikator für die Berechnung der Industrieleistung.

In 17 von 21 Industriesektoren war es laut Informationen der CNI zu einem Anstieg von fast drei Prozent der Arbeitsstunden gekommen. Im März hatten lediglich sechs der Sektoren einen Erhöhung der Arbeitsleistung zu verzeichnen.

Auch bei anderen Indikatoren der CNI machte sich ein Leistungsanstieg der Industrie bemerkbar. Im Vergleich zum Vormonat erhöhten sich im April die realen Einnahmen um rund fünf Prozent. Damit liegen die Einnahmen des brasilianischen Industriesektor wieder auf dem gleichen Niveau wie noch im August letzten Jahres. Außerdem stieg der Anteil der Beschäftigten um rund 0,7 Prozent an.

Der Präsident der CNI, Robson Andrade, erklärte, dass sich die Industrie Brasiliens zwar nur langsam, jedoch stetig, erhole. Die weltweite Finanzkrise habe man in den letzten beiden Jahren zu spüren bekommen – langsam erhole sich die Wirtschaft Brasiliens und mit ihr der Industriesektor von den Konsequenzen der Krise. (sg)