Die Kaffeebauern machen momentan Verluste / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Erlingerl1
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Der internationale Kaffeepreis ist in den letzten Monaten so stark gefallen, dass brasilianische Kaffeeproduzenten nun schnelle Hilfe von ihrer Regierung erwarten. Noch gebe es zwar keine Einbußen – der Preis für einen Sack Kaffee mit 60 kg liegt weiterhin zwischen 260 und 280 Reais (rund 87 – 93 Euro) –  sollte sich die internationale Situation jedoch nicht ändern oder gar verschlechtern sieht es für die Kosten-Nutzen-Rechnung der Produzenten schlecht aus.

Die Kaffeeindustrie erhofft sich nun bis zur nächsten Erntephase ein Subventionskonzept von der brasilianische Regierung. Es wurde zwar bereits der Fond zur Verteidigung wirtschaftlichen Kaffees (Fundo de Defesa Econômica Cafeeira, kurz: Funcafé) gegründet. Mittel aus diesem Fond seien aber noch nicht an die Produzenten weitergegeben worden. Breno Mesquita, Präsident der Nationalen Kaffeekommission (Comissão Nacional do Café) der Vereinigung Brasiliens für Landwirtschaft und Viehzucht (Confederação da Agricultura e Pecuária do Brasil, kurz: CNA), erklärte, dass die für den Sektor zur Verfügung gestellten 5,8 Milliarden Reais (rund 1,9 Milliarden Euro) noch nicht an die Produzenten weitergegeben werden konnten, weil die Durchsetzung eines notwendigen Gesetzes bislang an der bürokratischen Hürde des Nationalkongresses (Congresso nacional) scheitert. Mesquita kritisiert die Verzögerung und mahnt, dass es einer schneller Reaktion bedürfe, wolle man die kommende Ernte und die Existenz der brasilianischen Kaffeeproduzenten nicht in Gefahr bringen. Wann die finanziellen Mittel letztlich an die entsprechenden Stellen fließen ist noch nicht klar. (sg)