Die Wahlurnen wurden in einigen Kommunen noch einmal zum Einsatz / Copyright: Agência Brasil
Die Wahlurnen wurden in einigen Kommunen noch einmal zum Einsatz / Copyright: Agência Brasil

Die Wahlurnen kamen in einigen Kommunen noch einmal zum Einsatz / Copyright: Agência Brasil

Mehr als 121.000 Wähler mussten in ihren Kommunen an diesem Sonntag (07.07.) noch einmal an die Wahlurnen. In zehn Städten der fünf Bundesstaaten Goiás, Mato Grosso, Pernambuco, Rio Grande do Sul und Mato Grosso do Sul musste die Kommunalwahl von Oktober 2012 nach Annullierung durch das Oberste Wahlgericht (Tribunal Superior Eleitoral, kurz: TSE) wiederholt werden. Generell werden Wahlen annulliert, wenn ein Kandidat mit über 50 Prozent der Stimmen einen Ablehnungseintrag durch das TSE erhält.

Nach Angaben der Regionalen Wahlgerichte (Tribunais Regionais Eleitorais, kurz: TREs) verliefen die Neuwahlen in allen Städten friedlich. Am vierten August müssen weitere Wähler aus sechs Bundesstaaten noch einmal wählen. In Marituba (Pará), Pedro Canário (Espírito Santo), Ponte Serrada (Santa Catarina), Jaquirana (Rio Grande do Sul), Barra do Piraí und Oswaldo Cruz (Rio de Janeiro), Itaí, Boa Esperança do Sul und Pedrinhas Paulista (São Paulo). Insgesamt werden in diesem Jahr in 32 Kommunen und dreizehn Bundesstaaten Neuwahlen durchgeführt.

In den übrigen Kommunen Brasiliens konnten die gewählten Parteien und Bürgermeister ihre politische Arbeit und Projekte bereits beginnen. Doch auch an kleinen Kommunen in abgeschiedeneren Gegenden gingen die Proteste der letzten Wochen nicht vorüber. Immer wieder fanden Demonstrationen statt. Zuletzt protestierten Bewohner der Kleinstadt Santo Antônio do Descoberto im Bundesstaat Goiás an diesem Wochenende gegen den schlechten Zustand der öffentlichen Verkehrsmittel. Um die Brasilianer zufrieden zu stellen ist nun eine enge Zusammenarbeit zwischen der Regierung in Brasília und allen Kommunen gefragt. (sg)