Brasiliens Mobilfunkabdeckung mit 4G soll verbessert werden

13.08.2012 | Wirtschaft |

Logo der Brasilianischen Agentur für Telekommunikation / Copyright: ANATEL

Bisher wurden die zu vergebenden Lizenzen für die brasilianischen Mobilfunkanbieter für die einzelnen Regionen fast ohne Konditionen versteigert. In den letzten Wochen und Monaten allerdings verändert sich das Verhalten der brasilianischen Agentur  für Telekommunikation (Agência Nacional de Telecomunicações, kurz: Anatel) und sie greift mit Vorgaben und stärkerer Kontrolle bei der Vergabe von Lizenzen härter durch. So hatte die Anatel am 23. Juli den großen Mobilfunkanbietern den weiteren Verkauf von SIM-Karten und Verträgen untersagt, wenn nicht eine bessere Qualität der Netze durch umfassende Investitionspläne in der nächsten Zeit realisiert wird.

Der neueste Vorstoß der Anatel betrifft nun die Netzabdeckung an den wichtigen Straßen in Brasilien. Für die nächsten Versteigerungen von Lizenzen für die 4. Generation (4G) von Mobiltelefonen hat die staatliche brasilianische Agentur vorgesehen, die Straßen als wichtige Kommunikationsorte besser durch die Anbieter abdecken zu lassen und dies als Bedingung für die Vergabe festzuschreiben. Nach bisheriger Regelung müssen die Lizenznehmer in einem Gebiet 80 Prozent der urbanen Fläche abdecken. Damit bleibt aber bisher ein Rest, der ohne Netzabdeckung ist.

Einen kleinen Beigeschmack hat der neue Vorstoß denn auch auf einer ganz anderen Ebene. Für die neuen Versteigerungen ab 2013 soll die Frequenz 700 Megahertz (Mhz) freigegeben werden, die aktuell vor allem von freien Kanälen des Fernsehens genutzt wird. Damit würde im Tausch gegen eine bessere mobile Netzabdeckung ein flächendeckender Zugriff auf freies Fernsehen verhindert. (mas)


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