Das Vermögen der Pirvathaushalte ist in Brasilien zuletzt um 12 Prozent gewachsen. / Copyright: WikiCommons: Autor Thavlosk
Das Vermögen der Pirvathaushalte ist in Brasilien zuletzt um 12 Prozent gewachsen. / Copyright: WikiCommons: Autor Thavlosk

Das Vermögen der Pirvathaushalte ist in Brasilien zuletzt um 12 Prozent gewachsen. / Copyright: WikiCommons: Autor Thavlosk

Brasilien ist nach Mexiko das Land mit den zweithöchsten Privatvermögen in Lateinamerika. Auf rund 540 Milliarden Euro Vermögen kommen die privaten Haushalte Brasilien zusammen. Dies geht aus dem am gestrigen Dienstag (24.09.) vorgestellten „Global Wealth Report“ der Allianz AG hervor. In diesem werden die Entwicklungen der Vermögen und Schulden der privaten Haushalte dargestellt.

In Brasilien wuchs die Zahl der privaten Verschuldung seit 2000 um jährlich 18,2 Prozent. Das sind rund zwei Prozentpunkte mehr als im Durchschnitt Lateinamerikas. Wiederum entspreche dies den herkömlichen Verschuldungsraten der entwickelten Länder Europas und Nordamerikas, so der Bericht. Gleichzeitig sank jedoch die Wachstumsrate der Vermögen. Während die Rate zwischen 2003 und 2007 noch bei 16 Prozent lag, ging sie zwischen 2008 und 2012 auf 12 Prozent runter. Gemessen an den Privatvermögen nahm Brasilien den Platz zwei unter den wohlhabensten Ländern Lateinamerikas ein. Über rund 540 Milliarden Euro würden private Haushalte in Brasilien verfügen. Im Pro-Kopf-Vergleich sind das 2.730 Euro. Die Mexikaner besitzen durchschnittlich 6.110 Euro und die Chilenen 10.970 Euro.

Seit Ausbruch der Finanzkrise in 2007 haben die Länder Lateinamerikas prozentual am meisten an Vermögen zugenommen. Um 40 Prozent seien diese in den letzten fünf Jahren angestiegen, wie aus dem Bericht der Allianz hervorgeht. Auf lange Sicht weist Lateinamerika zweistellige Wachstumsraten auf.  Durchschnittlich wuchs das Privatvermögen hier seit 2000 um durchschnittlich 11,6 Prozent und wurde nur von asiatischen Ländern wie Japan mit 14 Prozent übertroffen. Osteuropa liegt mit 11 Prozent knapp hinter Lateinamerika. Weltweit wuchsen die Privatvermögen um 8,1 Prozent in 2012. Dies sei das stärkste Wachstum seit sechs Jahren, so der Bericht. Verantwortlich seien vor allem der positive Trend an den Aktienmärkten gewesen. Gleichzeitig wuchs die Verschuldung im gleichen Zeitraum nur um 2,9 Prozent an. (ms)