Brasil. Real und Dollar im Währungskrieg / Copyright: Agência Brasil
Brasilien ist auf dem besten Weg, die extreme Armut zu überwinden / Copyright: Agência Brasil

Brasilien ist auf dem besten Weg, die extreme Armut zu überwinden / Copyright: Agência Brasil

Das Versprechen Dilma Rousseffs, die gesamte brasilianische Bevölkerung aus extremer Armut zu befreien, wird laut Jorge Chediek erfüllt werden. Chediek ist Repräsentant des Programms für Entwicklung der Vereinten Nationen. Bei der Veröffentlichung einer Studie zur neuen Mittelschicht (Vozes da Nova Classe Média) sagte er in seiner Rede, dass die Vereinten Nationen sich ein Beispiel an Brasilien nehmen müssen. Durch soziale und wirtschaftliche Reformen wird es der brasilianischen Regierung gelingen, die extreme Armut um 100 Prozent zu reduzieren. Seiner Einschätzung zufolge habe vor allem die Erschaffung neuer Arbeitsplätze zu einer Etablierung einer Mittelschicht geführt. In den Jahren 2001 bis 2011 wurden insgesamt 15 Millionen neue Arbeitsplätze geschaffen. Sechs Millionen davon innerhalb kleiner Unternehmen und Mikrounternehmen.

Marcel Neri, Minister des Sekretariats für strategische Angelegenheiten (Secretaria de Assuntos Estratégicos, kurz: SAE) und Präsident des Instituts für wirtschaftliche und angewandte Studien (Instituto de Pesquisa Econômica e Aplicada, kurz: Ipea) erklärte, dass das Ende der extremen Armut jedoch erst der Anfang sei. Die soziale Ungleichheit habe in den letzten zehn Jahren zwar abgenommen, dennoch gäbe es immer noch genug zu  tun. Dilma Rousseffs langfristiges Ziel sei es, aus Brasilien ein Land der Mittelschicht zu machen. Ein Land, in dem eine Mittelschicht das politische und soziale Leben mitgestaltet. (sg)