Dilma Rousseff af dem internationalen Automobilsalon in São Paulo Copyright: Agência Brasil

Dilma Rousseff af dem internationalen Automobilsalon in São Paulo Copyright: Agência Brasil

Dieser nun erfolgte Schritt der Regierung wurde durch die Automobilunternehmer regelrecht herbeigesehnt. Gestern (24.10.) wurde bekannt, dass die Regierung beschlossen hat, die Reduktion der Industriesteuer (Imposto sobre Produtos Industrializados, kurz: IPI) auf Automobile bis zum Ende des Jahres auszudehnen. Der Moment für die Bekanntgabe hätte nicht besser gewählt sein können, denn diesen Schritt gab die Präsidentin beim Besuch des internationalen Automobilsalons (Salão Internacional do Automóvel) in São Palo bekannt.

In den letzten Tagen und Wochen lies die Reihe der Meldungen vor allem aus den Wirtschaftsverbänden nicht nach, wie gut die reduzierte Industriesteuer doch für die derzeitige wirtschaftliche Situation sei. Das vor allem die Automobilindustrie, die von der Reduktion der IPI profitiert, nur zu einem geringem Anteil auch in Brasilien produziert, ist nur eine der wichtigen Randnotizen hierbei. Brasiliens Finanzminister Guido Mantega stellte bereits kurz nach der Bekanntgabe der Entscheidung fest, dass dies „voraussichtlich“ die letzte Verlängerung für die Absenkung der Steuer ist.

Die IPI auf Automobile war zum ersten Mal im diesen Jahr reduziert worden, was direkt die Verkaufszahlen der Autos in die Höhe schnellen lies. Im August hatte die Regierung die Maßnahme dann bis zum 31. Oktober verlängert. Ob nun eine weitere Verlängerung auch die gewünschten Effekte bringt, bleibt abzuwarten. Die Hoffnung der Regierung richtet sich dabei vor allem auf mehr Investitionen und Arbeitsplätze. (mas)