Produkte der deutschen petrochemischen Industrie wurden in Brasilien mit Zöllen belegt. / Copyright: WikiCommons: Arnoldius
Firmen müssen ihre Konzepte zur CO2-Reduzierung nochmals überdenken / Copyright: WikiCommons: Arnoldius

Firmen müssen ihre Konzepte zur CO2-Reduzierung nochmals überdenken / Copyright: WikiCommons: Arnoldius

Mehr als die Hälfte der brasilianischen Unternehmen wollen ihren CO2-Ausstoß in den kommenden Jahren reduzieren. Dies ergab eine Umfrage unter den 56 größten Firmen des Landes, die von der internationalen Nichtregierungsorganisation Carbon Disclosure Project (kurz: CDP) durchgeführt wurde. CDP fragte die Unternehmen unter anderem nach deren Einstellung zum Thema Klimawandel und erkundigte sich nach internen Zielvorgaben, um den Ausstoß des Giftgases zu reduzieren.

Obwohl rund 55 Prozent der Unternehmen angaben, ihren C02-Verbrauch in den kommenden Jahren deutlich reduzieren zu wollen, liegt Brasilien mit diesem Prozentsatz noch weit hinter dem internationalen Durchschnitt. Dennoch bedeuten die neuen Zahlen eine positive Entwicklung für das Land. Noch 2012 gaben nur rund 40 Prozent der befragten Firmen an, gegen hohe C02-Ausstöße vorgehen zu wollen. Enttäuschend war für die Organisation CDP vor allem die relativ hohe Ablehnung der Unternehmen gegenüber der Umfrage. CDP lud 100 Firmen dazu ein, den Fragebogen auszufüllen – lediglich 56 schickten die beantworteten Fragen zurück.

Sue Howells, die Direktorin von CDP erklärte, dass die großen Unternehmen weitaus mehr gegen die Umweltverschmutzung durch Co2 tun könnten, dass sie aber ganz im Gegenteil in den meisten Fällen immer mehr Co2 produzierten. Die Entwicklung sei in Brasilien, als auch weltweit beobachtet worden und beunruhige Umweltschützer enorm. Die Verantwortliche der Befragung innerhalb Brasiliens, Luísa Guimarães Krettli, sagte, dass die angeblichen Initiativen der Unternehmen zur CO2-Reduzierung neu überdacht werden müssen, damit diese in naher Zukunft tatsächlich zu positiven Ergebnissen führen. (sg)