Embraer hofft auf wissenschaftlichen Austausch / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Michael Wolf
Embraer hofft auf wissenschaftlichen Austausch / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Michael Wolf

Embraer hofft auf wissenschaftlichen Austausch / Copyright: Wikimedia Creative Commons, Michael Wolf

Brasiliens nationales Unternehmen für Luftfahrt (Empresa Brasileira de Aeronáutica, kurz: Embraer)  will noch in diesem Jahr im Rahmen des internationalen Programms Wissenschaft ohne Grenzen (Ciência sem Fronteiras, kurz: CsF) Praktikumsplätze für brasilianische Wissenschaftler zur Verfügung stellen.

Das einzigartige Projekt wurde Anfang letzten Jahres ins Leben gerufen und ist das größte Stipendienprogramm der Welt. Initiiert wurde es von der brasilianischen Regierung, die bis Ende dieses Jahres 100.000 Studierende und Wissenschaftler in Partnerländer entsendet. Neben vielen weiteren Ländern nimmt auch Deutschland rund 10.000 Brasilianer auf. Die brasilianische Regierung will mit diesem Projekt vor allem den wissenschaftlichen und kulturellen Austausch fördern.

Die Partnerschaft zwischen dem Nationalen Rat für wissenschaftliche und technologische Entwicklung (Conselho Nacional de Desenvolvimento Científico e Tecnológico, kurz: CNPq) und dem CsF wurde Anfang diesen Monats unterzeichnet. Circa 20 Personen sollen jährlich die Möglichkeit erhalten, ein dreimonatiges Praktikum in den Auslandsniederlassungen Embraers zu absolvieren. Unter anderem seien Aufenthalte in den Vereinigten Staaten, Frankreich und Portugal möglich, erklärten die Verantwortlichen. Bevorzugt würden Ingenieure und Studenten der Ingenieurwissenschaften. Embraer selbst wird die Auswahl der Praktikanten vornehmen. Neben fachlichen Qualifikationen werden auch die Sprachkenntnisse der Kandidaten geprüft.

Jeder Praktikant erhält aus dem Fond des CsF einen monatlichen Unterhalt von 1.000 Euro im Falle der europäischen Länder und rund 1.000 Dollar bei einem Aufenthalt in den USA.

Sprecher des CNPq gaben an, dass weitere Partnerschaften in ähnlicher Form auch mit anderen Konzernen zukünftig abgeschlossen werden sollen, unter anderem mit dem Telekommunikationsunternehmen TIM. (sg)