Genügend Zucker für die Weihnachtsbäckerei / Copyright: Agência Brasil

Genügend Zucker für die Weihnachtsbäckerei / Copyright: Agência Brasil

Gerade zur Weihnachtszeit, wenn der Zuckerverbrauch und damit auch der Import hierzulande durch die vielen Backwaren deutlich nach oben schnellt, kommen aus Brasilien neue, sehr gute Zahlen von der Zuckerindustrie für das noch laufende Jahr 2012. Aber allein der gestiegene jahreszeitliche Verbrauch hat das gute Ergebnis nicht zu verantworten. Es ist viel mehr eine Kombination mehrerer Faktoren. Zum einen ist ausgerechnet die aktuelle Trockenheit im Süden Brasiliens ein Vorteil für die Zuckerernte, kam sie doch zur Erntezeit und hat die Ernte erleichtert. Zum anderen ist auch die Nachfrage nach Ethanol als Kraftstoff weiter konstant bis sogar leicht gewachsen. Auch dies hat die Ernte beeinflusst, da es sich unter diesen stabilen Konditionen rechnet Zucker anzupflanzen.

Insgesamt wurden bisher in 2012 rund 4,6 Prozent mehr Zucker in den Mühlen gemahlen als noch in der selben Periode des Vorjahres. Die produzierte Menge an Rohzucker beläuft sich in diesem Jahr damit auf 510,5 Millionen Tonnen. Hiervon wird nur ein Teil von rund 6,4 Prozent (etwa 32,9 Millionen Tonnen) für den Lebensmittelmarkt in den brasilianischen Mühlen ausgepresst und kristallisiert. Der überwiegende Teil geht in die Produktion von Ethanol.

An Ethanol wurden in 2012 rund 20,3 Milliarden Liter produziert. Dies entspricht einer geringfügigen Steigerung um 0,5 Proznet im Vergleich zu 2011. Hiervon wiederum bleibt der größte Anteil im Land. Von den etwa 14,9 Milliarden verkauften Litern an Ethanol zwischen April und November gingen nur etwa 2,6 Milliarden Liter in den Export. (mas)