Das Chemieunternehmen gilt als größter Hersteller von Harzen. / Copyright: Wikimedia Commons, Braskem Brasil

Das brasilianische Chemieunternehmen Braskem, größter Hersteller von Harzen in Amerika, registrierte im dritten Quartal dieses Jahres zwischen Juli und September einen Reingewinn von 1,482 Milliarden Reais, der Betrag liegt sechs mal so hoch wie der Gewinn von 230 Millionen Reais im Jahr davor. Das entspricht einem Plus von 545 Prozent. Laut dem Chemieunternehmen wäre das Ergebnis nicht so positiv ausgefallen, wenn man die Bilanz nicht vor den Wechselkursschwankungen gesichert hätte. Allein dadurch wäre es zu einem Verlust von 3,29 Milliarden Reais gekommen.

Das Nettoeinkommen im betrachteten Quartal betrug 13,2 Milliarden Reais, mit einem Plus von zwölf Prozent im Jahresvergleich. Hier wirkte sich die Abwertung des Real gegenüber dem Dollar positiv aus aufgrund der gestiegenen Margen im Chemiesektor weltweit, welche so die schwache Leistung der brasilianischen Wirtschaft kompensierten.

Das Ebitda von Braskem betrug zwischen Juli und September 3,03 Milliarden Reais, das entspricht einer Verdopplung des Ergebnisses vom gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das bereinigte Ebitda betrug 3,04 Milliarden Reais – hier lag das Plus bei 103 Prozent.

Nach Angaben des Unternehmens wurden die Exporte von thermoplastischen Harzen ausgebaut und wuchsen um 43 Prozent gegenüber dem gleichen Quartal des Vorjahres, auf 454.000 Tonnen. Mit diesem Schritt wolle man sich gegen die schwächelnde Wirtschaft im Land wappnen. Dabei konnten insbesondere in den USA und Europa gute Verkaufszahlen erzielt werden, wie es heißt. (ls)

Quelle. Valor Econômico