BRICS-Staaten entwickeln neue Modelle zur ArmutsBekämpfung  / Copyright: Agência Brasil

BRICS-Staaten entwickeln neue Modelle zur Armutsbekämpfung / Copyright: Agência Brasil

Ein neuer Bericht der internationalen Organisation Global Health Strategies initiative (GHSi) hat sich mit einem neuen Modell zur Armutsreduzierung befasst, welches von den Regierungen der BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika) ausgearbeitet wurde. Die Ergebnisse des Berichts wurden gestern (26.03.) in Neu-Delhi, Indien, vorgestellt, wo sich die betreffenden Regierungschefs auf dem vierten Gipfeltreffen der BRICS-Staaten bis zum Ende der Woche versammelt haben.

Ein hervorgehobenes Ergebnis des Bericht war, dass die aufstrebenden BRICS-Länder im Kampf gegen die Armut bisher zehn mal mehr geschafft hätten, als die G7-Staaten (USA, Japan, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Kanada).

Er informierte weiterhin darüber, dass die BRICS dabei seien, neue Mechanismen für die internationale Zusammenarbeit zu erarbeiten und dabei die Sichtweise auf Entwicklungshilfe neu definiert würde. Sie würden sich generell nicht als traditionelle Spender verstehen, sondern fokussieren bei Süd-Süd-Kooperationen besonders auf Weiterbildungen und Technologietransfer, so der Vorsitzende der GHSi, David Gold. Besonders hervorgehoben wurde das Engagement im Gesundheitsbereich: hierbei führte das Dokument Brasiliens Regierung als Vorreiter in Sachen HIV-/AIDS-Behandlung auf und lobte die brasilianische Unterstützung beim Aufbau einer Fabrik in Mosambik für die Herstellung antiretroviraler Medikamente.

Das Engagement der Länder in der Entwicklungshilfe sei insofern ein erfreuliches Ergebnis, da die Länder alle selbst eigene Probleme in den Bereichen, wie zum Besipiel dem Gesundheitssystem, haben.

Der Bericht schätzt Brasiliens Ausgaben für externe Hilfeleistungen im Jahr 2010 auf 400 Millionen bis 1,2 Milliarden US-Dollar. (jv)