Gestern ging das sechste akademische Forum der BRICS-Staaten in Rio de Janeiro zu Ende / Copyright: BRICS
Gestern ging das sechste akademische Forum der BRICS-Staaten in Rio de Janeiro zu Ende / Copyright: BRICS

Gestern ging das sechste akademische Forum der BRICS-Staaten in Rio de Janeiro zu Ende. / Copyright: BRICS

Die BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China und Südafrika), die am vergangenen Mittwoch (19. März) in Rio de Janeiro zum sechsten akademischen Forum tagten, verkündeten, dass sie sich auf Maßnahmen für ein nachhaltiges Wachstum einigen konnten. Laut Marcelo Neri, Chefminister des Sekretariats für Auslandsangelegenheiten SAE und Präsident des Instituts für angewandte Wirtschaftsforschung IPEA, sei jedes Land für ein spezielles Thema verantwortlich. Brasilien habe seinerseits die Aufgabe, Innovationen zu entwickeln und den Erfahrungsaustausch der Staaten zu gewährleisten. Südafrika ist für den sozialen Bereich und die Umwelt zuständig, Russland für Sicherheitsfragen, China und Indien für den Bereich Wirtschaft.

Brasilien hat einen besonderen Stellenwert, da das Land weltweit mit seinen Maßnahmen zur Bekämpfung der Armut ins Licht der Aufmerksamkeit gerückt ist. Ein Drittel der Länder auf der ganzen Welt haben nämlich mit einer zunehmenden Ungleichheit zu kämpfen. Um den Erfahrungsaustausch zwischen den Ländern zu gewährleisten, wird die brasilianische Regierung in der kommenden Woche eine Plattform eröffnen unter dem Namen Mundo sem Pobreza („Welt ohne Armut“). Neris Einschätzungen zufolge sei es für Brasilien eine große Herausforderung, sich um diesen Bereich zu kümmern.

Des Weiteren einigten sich die Staaten, dass Kriterien aufgestellt werden müssen, um die Mittelschichten der jeweiligen Länder besser vergleichen zu können. Die Tendenz ginge in allen Ländern dahin, dass die Mittelschicht wächst. (ds)