Teil des Rückgangs war auch die gesunkene Nachfrage der Regierung. / Copyright: Wikimedia Commons, Caiodovalle

Das brasilianische Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im dritten Quartal dieses Jahres um 1,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal zurückgegangen, wie das brasilianische Statistikamt IBGE vermeldete. Es ist der dritte Rückgang in Folge und der stärkste für das dritte Quartal eines Jahres seit Beginn der Messungen durch das Amt im Jahr 1996. Im zweiten Quartal musste die brasilianische Wirtschaft bereits einen Verlust von 2,1 Prozent hinnehmen.

Das Ergebnis von Juli bis September ist damit schlechter ausgefallen, als viele Ökonomen erwartet hatten. Verschiedene Wirtschaftsberatungen und Finanzinstitute waren von einem Rückgang von nur 1,3 Prozent ausgegangen. Im Schnitt lagen die Prognosen zwischen einem Minus von 0,9 und1,9 Prozent.

Vergleicht man die aktuelle Entwicklung mit dem gleichen Zeitraum des Vorjahres, ergibt sich ein Rückgang von 4,5 Prozent. Der Markt war im Schnitt von einem Minus von 4,2 Prozent ausgegangen. In absoluten Zahlen lag das BIP im dritten Quartal bei 1,481 Billionen Reais.

Auf der Angebotsseite musste die Industrie dabei einen Verlust von 1,3 Prozent verglichen zum Vorquartal hinnehmen, der Dienstleistungssektor kam auf ein Minus von einem Prozent, die Landwirtschaft auf 2,4 Prozent.

Auf der Nachfrageseite ging der Konsum der Haushalte um 1,5 Prozent zwischen Juli und September zurück. Die Regierung senkte ihre Nachfrage um 0,3 Prozent, während diese im zweiten Quartal noch bei 0,7 Prozent im Plus lag. (ls)

Quelle: Valor Econômico